Die Harzwasserwerke GmbH betreiben seit 1936 die Trinkwassertransportleitung Söse Nord über die eine überregionale Trinkwasserbelieferung zwischen der Sösetalsperre im Harz und der Hansestadt Bremen erfolgt. Für den Leitungsabschnitt Melchiorshausen bis Brinkum ist aufgrund des hohen Alters der vorhandenen Stahlleitung (DN 450) eine Erneuerung vorgesehen.
Der Trassenverlauf der neuen Leitung befindet sich durchgehend im Fahrbahnbereich der Bundestraße 6. Nur zur Kreuzung der beiden Gewässer Gänsebach und Hombach verschwenkt die neue Leitung außerhalb der Fahrbahn, um parallel zu den vorhandenen Brückenbauwerken die Gewässer zu queren.
Es ist die Neuverlegung einer stumpfnahtgeschweißten Stahlrohrleitung (ZMPE) DN 600 (610 mm x 6,3 mm) mit KKS auf einer Länge von rd. 4.060 m im Straßenkörper der B6 als Ersatz für die aus den 1936ern stammende Leitung DN 450 geplant. Parallel zur Leitung wird ein Fernmeldekabel sowie ein Kabelleerrohr DN 50 verlegt.
Die Trinkwasserversorgung wird während der Baumaßnahme über die vorhandene Leitung sichergestellt. Nach hygienisch einwandfreier Herstellung und Inbetriebnahme der neuen Leitung wird die vorhandene Leitung verfüllt und verbleibt im Erdreich. Auszubauende Teilbereiche der vorhandenen Leitung werden als Abfall entsorgt.
Die Lüfter- und Entleerungsschächte auf dem Abschnitt werden abgebrochen und auf der neuen Leitung neu errichtet. Die vorhandenen Übergabestellen und der Großarmaturenschacht Leeste werden zurückgebaut. Die Kreuzungen des Gänsebachs und des Hombachs werden in offener Bauweise neu errichtet.
Für die Neuverlegung sind Erd-, Tief-, Straßen- und Rohrleitungsbauarbeiten inkl. Wasserhaltung erforderlich. Die Wasserleitung ist im Verbau unter beengten Verhältnissen herzustellen. Während der Baumaßnahme sind Umleitungsstrecken einzurichten und zu unterhalten. Der Straßenkörper (Asphalt) ist nach dem Rohrleitungsbau halbseitig wiederherzustellen.