Der Markt Mainleus ist Modellkommune im Landesprogramm Landstadt Bayern mit dem Projekt „Ideenreich statt Brache“. Der Markt Mainleus liegt im Landkreis Kulmbach im Regierungsbezirk Oberfranken und gehört zur Planungsregion Oberfranken-Ost. Die Kreisstadt Kulmbach liegt 4 km in östlicher Richtung entfernt. Mainleus selbst ist als Grundzentrum ausgewiesen. Neben dem Kernort gehören weitere 42 Ortsteile zum Gemeindegebiet.
Kein Betrieb und kein Gebäudekomplex hat die Geschichte von Mainleus über die letzten 100 Jahre so stark geprägt wie die Mainleuser Spinnerei. Neben der städtebaulichen Dominanz gibt es nahezu in jeder Mainleuser Familie einen wirtschaftlichen oder sozialen Bezug zur Spinnerei. Der Betrieb der Spinnerei in Mainleus wurde im Dezember 2012 eingestellt.
Das ca. 10 Hektar große ehemalige Betriebsgelände mit zahlreichen Gebäuden unterschiedlichsten Baualters (Baujahre zwischen 1908 und 1969), darunter ausgedehnte Produktionshallen, ist seither eine Industriebrache. Es befindet sich inmitten der bebauten Ortslage zwischen der Bahntrasse im Süden und der Umgehungsstraße (B289) im Norden. Es ist überwiegend umgeben von Baugebieten. Südlich der Bahntrasse mit dem Bahnhaltepunkt an der Spinnereistraße schließt die historische Ortslage mit dem als lebendige Ortsmitte zu entwickelnden Konrad-Popp-Platz an, im Osten und Norden grenzt das Areal an gewerblich genutzte Bauflächen und das Gelände des Turn- und Sportclubs Mainleus und im Westen an ein großes Wohngebiet.
Der Markt Mainleus beabsichtigt, die derzeitige Brache umfassend zu entwickeln. Dies soll im über mehrere Modellprojekte im Rahmen des o. g. Förderprogramms „Landstadt Bayern“ (vgl. dazu https://www.landstadt.bayern.de) unter der Überschrift „Ideenreich statt Brache“ erfolgen. Machbarkeitsstudien und Planungswettbewerbe wurden in diesem Zuge bereits erstellt bzw. durchgeführt. Basierend auf der baulichen Struktur des Gewinnerentwurfes des Planungswettbewerbes sollen in Mainleus mit dem Spinnereigelände und seiner (z.T. temporären) Nutzungen intelligente Antworten zu den bestehenden Formaten gegeben und neue Zielgruppen erschlossen werden. Die Attraktivität der Gemeinde und der Region soll mit der Entwicklung der ehemaligen Industriegebäude mit seinen denkmalgeschützten Elementen als multifunktionales und vielschichtig genutztes innerörtliches Areal maßgeblich gesteigert werden. Teile des Spinnereigeländes sollen deshalb zu einem Kulturareal entwickelt werden, auf dem ein breites Spektrum an dauerhaften und wechselnden Angeboten zu Technik & Industriekultur, bildender & darstellender Kunst und sozialen, integrativen Angeboten für Jugendliche, Familien und Senioren geplant ist. Dies soll durch ein entsprechendes Gastronomie- und Übernachtungsangebot flankiert werden. Ferner sind Wohnnutzungen vorgesehen.
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