Frist abgelaufen

Erneuerung Kläranlage Kestert

Auftraggeber
Veröffentlicht
27.03.2024
Angebotsfrist
Die Verbandsgemeinde Loreley betreibt zur Reinigung der anfallenden Abwässer aus dem zu-gehörigen Einzugsgebiet die Gruppenkläranlage Kestert mit einer Ausbaugröße von 11.000 EW. Die Mitte der 1980er Jahre in Betrieb genommene Kläranlage entspricht nicht mehr den heuti-gen Anforderungen und soll grundlegend saniert bzw. erneuert werden. Der Anlagen- und Maß-nahmenstandort befindet sich im UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal. Daher wurde im Rahmen einer Bedarfsplanung ein technisches Konzept entwickelt, an dem sich der Auftraggeber zwar orientieren möchte, allerdings abweichende Konzeptionen zur Um-setzung gelangen dürfen. Die hierfür erforderliche Klärschlammfaulungsanlage soll als zentrale Schlammfaulung für die Mitbehandlung der Klärschlämme der Kläranlagen Bornich, Kaub, Sauerthal, Kamp-Bornhofen und Osterspai ausgelegt werden. Zu berücksichtigen sind auch die notwendigen Maßnahmen zur Behandlung der höheren Rückbelastungen aus dem anfallenden Schlammwasser. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Baumaßnahmen abschnittsweise und im laufenden Anlagenbetrieb durchzuführen sind. Die derzeitige Schlammentwässerung am Anlagenstandort wird vorgezogen ertüchtigt, ersetzt und auf zukünftige Betriebsbedingungen angepasst. Die Planung sowie Umsetzung wird bis spätestens 06/2025 abgeschlossen sein. Die Kläranlage soll zukünftig den neuesten energetischen Standards entsprechen. Neben dem Einsatz effizienter Antriebsmotoren sind dabei die Installation von PV-Anlagen und vor allem auch die Eigenstromerzeugung aus Faulgas zu berücksichtigen. Die Bedarfsplanung sowie die dafür zur Verfügung stehenden Grundlagendaten werden zur Verfügung gestellt Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich das diesbezüglich vorbefasste Büros an die-ser Ausschreibung beteiligen wird, ist die erarbeitete Konzeption in der Anlage C beigefügt. Der Auftraggeber vergibt die Planungsleistungen für Ingenieurbauwerke und Fachplanung Technische Ausrüstung für zuvor beschriebenen Maßnahme.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
27.03.24
Teilnahmefrist
26.04.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
St. Goarshausen, Deutschland
E-Mail
Loreley@Bieteranfrage.de
Freischalten
Telefon

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister: Angaben, die mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen sind: 1.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters, dass in der Person des Bewerbers/Bieters oder durch ein Verhalten seiner Person oder durch das Verhalten einer Person, die dem Bewerber/Bieter zuzurechnen ist, keine Ausschlussgründe nach§ 123 GWB begründet sind. --- 2.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters, dass in der Person des Bewerbers/Bieters oder durch ein Verhalten seiner Person oder durch das Verhalten einer Person, die dem Bewerber/Bieter zuzurechnen ist, keine Ausschlussgründe nach § 124 GWB und nach §§ 19, 21 MiLoG begründet sind. --- 3.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. --- 4.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters, dass keine Abhängigkeiten von Ausführungs- und Lieferinteressen bestehen (gemäß § 73 Abs. 3 VgV). Gehört der Bewerber/Bieter einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Angebot zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. --- 5.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters gemäß Artikel 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 zur Nichtzugehörigkeit zu den genannten Personen oder Unternehmen, die einen Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift aufweisen. --- 6.) Nachweis des Bieters über die Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister bzw. ein den Rechtsvorschriften seines Sitzstaates entsprechender Nachweis (wie Handelsregister, Partnerschaftsregister, Berufskammern der Länder) --- --- Auf Verlangen der Vergabestelle sind durch den Bewerber zum Beleg seiner Eigenerklärungen entsprechende Eignungsnachweise vorzulegen wie Bescheinigung des Finanzamtes, Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkassen/der Berufsgenossenschaft. Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen, zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bewerbergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bewerber/Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben.

  • Angaben, die mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen sind: 1.) Eigenerklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers/Bieters und seinen Umsatz für die Dienstleistungen, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind, in den letzten drei Geschäftsjahren (§ 45 Abs. 4 Nr. 4 VgV). --- 2.) Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber/Bieter der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient, und dass die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen (§ 47 Abs. 1 VgV). --- Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen (z.B. Bilanzen, EÜ-Rechnungen, BWAs), zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bewerbergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bewerber/Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben. --- Der Bewerber/Bieter hat eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung nachzuweisen, deren Deckungssumme für Personenschäden mindestens 3.000.000 EUR, für Sach- und Vermögenschäden mindestens 3.000.000 EUR und für Umweltschäden mindstens 3.000.000 EUR beträgt (§ 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV). --- Die vorgenannten Mindestdeckungssummen müssen für die Personen-, Sach- und Vermögensschäden mind. zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen. Es ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen, dass die vorgenannten Versicherungssummen im Auftragsfall zur Verfügung stehen. Die geforderten Nachweise sind mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.

  • I. Allgemeine Anforderungen

    • Angaben, die mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen sind: 1.) Angabe der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich genannt und unter Nennung der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung (i.S.d. § 46 Abs. 3 Nr. 2 und Nr. 6 VgV)
    • --- 2.) Erläuterung, aus der die Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Architekten, Ingenieure, Techniker etc.) hervorgeht (i.S.d. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV)
    • --- 3.) Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber/Bieter unter Umständen an Dritte vergeben will. --- 4.) Benennung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (Qualifizierungsnachweis gemäß RAB 30). --- Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen, zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bewerbergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bewerber/Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben.
  • II. Mindestanforderung an die Bürogröße: Objektplaner Ingenieurbau und dessen Stellvertretung: Der Bewerber muss hinsichtlich der Person des Planers für den Bereich Ingenieurbau über die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens verfügen und eine Berufserfahrung von mind. 10 Jahren im Planungsbereich von Kläranlagen nachweisen. Der Bewerber muss darüber hinaus über mindestens einen Vertreter von gleicher Qualifikation verfügen, wobei eine Berufserfahrung von mind. 5 Jahren im vorstehend benannten Planungsbereich für die Vertreter nachzuweisen ist. Bauüberwachung Ingenieurbau und dessen Stellvertretung Der Bewerber muss mindestens hinsichtlich der Person des Bauüberwachers für den Bereich Ingenieurbau über die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens verfügen und eine Berufserfahrung von mind. 10 Jahren in der Bauüberwachung vergleichbarer Projekte nachweisen. Der Bewerber muss darüber hinaus über mind. einen Vertreter von gleicher Qualifikation verfügen, wobei eine Berufserfahrung von mind. 5 Jahren in der Bauüberwachung vergleichbarer Projekte für die Vertreter nachzuweisen ist. Für den Vertreter wird gleichwertig zum abgeschlossenen Studium die Qualifikation durch eine abgeschlossene Ausbildung zum Techniker mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung nach Abschluss der Techniker-Ausbildung in dem ausgeschriebenen Planungsbereich anerkannt. Fachplaner Technische Ausrüstung und dessen Stellvertretung: Der Bewerber muss hinsichtlich der Person des Planers für den Bereich Fachplanung Technische Ausrüstung über die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens verfügen und eine Berufserfahrung von mind. 10 Jahren in diesem Planungsbereich der technischen Ausrüstung von Kläranlagen nachweisen. Der Bewerber muss darüber hinaus über mind. einen Vertreter von gleicher Qualifikation verfügen, wobei eine Berufserfahrung von mind. 5 Jahren im vorstehend benannten Planungsbereich für die Vertreter nachzuweisen ist. Bauüberwachung Technische Ausrüstung und dessen Stellvertretung Der Bewerber muss mindestens hinsichtlich der Person des Bauüberwachers für den Bereich Technische Ausrüstung über die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens verfügen und eine Berufserfahrung von mind. 10 Jahren in der Bauüberwachung vergleichbarer Projekte nachweisen. Der Bewerber muss darüber hinaus über mind. einen Vertreter von gleicher Qualifikation verfügen, wobei eine Berufserfahrung von mind. 5 Jahren in der Bauüberwachung vergleichbarer Projekte für die Vertreter nachzuweisen ist. Die jeweils geforderten Qualifikationen müssen zum Einreichungstermin für die Teilnahmeanträge vorliegen und sind mit dem Teilnahmeantrag durch geeignete Unterlagen nachzuweisen. Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe entsprechende Ingenieure benennen.

  • III. Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers: Der Bewerber hat seine besondere Erfahrung mit der Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung vergleichbarer Projekte durch geeignete Referenzen nachzuweisen. Geeignet sind solche Referenzen, die die nachfolgenden Anforderungen an die Vergleichbarkeit erfüllen und im Rahmen derer die Projekte kosten- und termingerecht abgewickelt wurden. Es sind mindestens 3 Referenzobjekte für den Neubau oder Erweiterung von Kläranlagen, jeweils für die Objektplanung und die Fachplanung TA, nachzuweisen. Alle Referenzen müssen die Sanierung, die Erweiterung oder den Neubau von Kläranlagen (Summe der festgestellten Kosten der Kostengruppe 300 + 400 mindestens 3,0 Mio. EUR netto) mit einer Ausbaugröße von max. 100.000 EW zum Inhalt haben. Bei diesen Referenzen müssen mindestens die Planungsleistungen der Leistungsphasen 2 - 6 und 8 erbracht worden sein, wobei der Abschluss der Leistungsphase 8 nach dem 01.01.2017 erfolgt sein muss. --- Davon - müssen mindestens 2 Referenzen (jeweils für Objekt- und Fachplanung) eine Schlammfaulung bzw. die Umstellung der Verfahrensführung auf Schlammfaulung zum Inhalt haben, - darf max. 1 Referenz (jeweils für Objekt- und Fachplanung) noch in der baulichen Umsetzung (Leistungsphase 8) sein, - muss mind. 1 Referenz (jeweils für Objekt- und Fachplanung) eine Kläranlage mit einer Ausbaugröße von max. 20.000 EW zum Inhalt haben, - muss mind. 1 Referenz (jeweils für Objekt- und Fachplanung) die Vergabe der Bauleistungen nach VOB/A zum Inhalt haben. Des Weiteren ist der Nachweis für mind. 1 Referenzprojekt (jeweils für Objekt- und Fachplanung) in 3D-Planung zu führen, diese Referenz muss nicht zwingend aus dem Bereich der Abwasserentsorgung stammen. Für alle Referenzen hat der Bewerber Auskunft darüber zu geben, wie sich die Bauzeit und die Baukosten entwickelt haben (Vergleich Ergebnisse der LP 3, LP 7 und nach Abschluss der LP 8, sofern sich die Referenz nicht ausnahmsweise noch in der Umsetzung befindet). Abweichungen zwischen den Projektergebnissen und dem Kostenanschlag sowie der geplanten Bauzeit zum Zeitpunkt der Vergabe sind zu begründen. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für die Referenzangaben sind die vorbereiteten Listen (siehe Referenzbögen) zu nutzen. Die Referenzangaben sind mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.

  • Kriterium für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern für die zweite Verfahrensstufe: 1) Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von vergleichbaren Planungs- und Bauüberwachungsleistungen, anhand der eingereichten Referenzen - 60%. Durch die Einreichung zusätzlicher Referenzen - über die geforderte Mindestanzahl hinaus -, die ebenfalls den Mindestanforderungen entsprechen müssen kann eine bessere Bewertung erzielt werden. Eine höhere Entsprechung der Referenz mit der vorliegenden Planungsaufgabe führt zu einer besseren Bewertung. Bitte eine detaillierte Referenzbeschreibung den Teilnahmeantragsunterlagen beifügen. ---- 2) Gesammelte Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen mit der vorliegenden Planungsaufgabe einer Schlammfaulung - 40% Bitte eine detaillierte Darstellung des beruflichen Werdegangs und persönliche Referenzen den Teilnahmeantragsunterlagen beifügen. ---- Sofern die Zahl geeigneter Bewerber unter der bekanntgemachten Mindestzahl von 3 Bewerbern liegt, kann der Auftraggeber das Vergabeverfahren nach § 51 Abs. 3 S. 2 VgV fortführen, indem er den oder die Bewerber einlädt, die über die geforderte Eignung verfügen. Alternativ kann der Auftraggeber das Vergabeverfahren wegen Unterschreitung der Mindestzahl von drei geeigneten Bewerbern, aber auch gemäß § 63 VgV aufheben und gegebenenfalls ein neues Vergabeverfahren durchführen.

Zuschlagskriterien

  • Bearbeitungsorganisation: Die Qualität der Bearbeitungsorganisation wird anhand mehrerer Unterkriterien beurteilt. Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe (45 %) --- Örtliche Präsenz und Organisation der Leistungserbringung in der Phase der baulichen Projektrealisierung (25%) --- Vertragsgestaltung (5%) --- Weitere Details zu den Zuschlagskriterien und der Bewertung können den Vergabeunterlagen der zweiten Verfahrensstufe entnommen werden. Diese Vergabeunterlagen sind im Entwurf bereits in der ersten Verfahrensstufe zur Verfügung gestellt.

  • Wertungssumme aus dem Honorarangebot: Details zur Bewertung können den Vergabeunterlagen entnommen werden.

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