Frist abgelaufen

VG Kusel-Altenglan: Erweiterungsanbau KiTa Neunkirchen am Potzberg; Los 4 - Freianlagen

Die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan und die Ortsgemeinde Neunkirchen am Potzberg möchten in einer gemeinsamen Maßnahme die Kindertagesstätte Neunkirchen sanieren und erweitern sowie für die Bürger der Ortsgemeinde einen Multifunktionsraum errichten. Träger der Kindertagesstätte ist die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan. Bauherr für den Gemeindeteil ist die Ortsgemeinde Neunkirchen am Potzberg. Das Vorhaben befinden sich in der Friedhofstraße 14, 66887 Neunkirchen am Potzberg, Flurstück 2170. Das 1991 errichtete Bestandsgebäude des Kindergartens mit einer Bruttogrundfläche von ca. 315 m² soll nach aktuellen Anforderungen saniert und um ca. 450 m² erweitert werden. Im Bestand fehlen ausreichend große Förderräume. Die Küche muss erweitert werden, ein Schlafraum, Essensraum und Personalraum müssen angepasst werden. Die barrierefreie Erschließung zum Gebäude soll hergestellt werden. Bisher waren in der Kita zwei Regelgruppen untergebracht. Zusätzlich soll eine Krippengruppe und ein Multifunktionsraum (Kita) eingerichtet werden. Zur Deckung des zukünftigen Bedarfs ergibt sich eine erforderliche Bruttogrundfläche von ca. 765 m². Für den Multifunktionsraum (Gemeinde) mit Nebenräumen ist eine Bruttogrundfläche von ca. 260m² vorgesehen. Der Gemeindesaal soll an den Multifunktionsraum der Kita angegliedert und ggf. vom Kindergarten als zusätzlicher Bewegungsraum genutzt werden können. Bei Bedarf soll ein großer Raum von ca. 180m² nutzbar sein. Der Theken- und Küchenbereich, die Lagermöglichkeiten sowie die WC-Anlagen des Gemeindeteils sollen ausschließlich von der Ortsgemeinde genutzt werden. Für die Kita und für den Multifunktionsraum der Gemeinde sollen zwei separate Eingänge vorgesehen werden. Beide Multifunktionsräume müssen für sich eigenständig nutzbar sein. Die Baumaßnahme der Kita soll weitestgehend im laufenden Betrieb stattfinden, sodass der Erweiterungsbau voraussichtlich vor den Arbeiten im Bestand erfolgen muss. Der Entwurf muss so konzipiert sein, dass die Erweiterung des Gemeindeteils ggf. im 2. Bauabschnitt zeitlich versetzt umgesetzt werden könnte, ohne den Erweiterungsbau für die Kita einzuschränken. Der Auftragnehmer soll im Hinblick auf die Ausführung des Vorhabens eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung anstellen. Mögliche Auswirkungen auf Kosten, Leistungsgrenzen, Gewährleistung, Provisorien etc. sind im weiteren Verfahren zu analysieren und der Bauherr ist diesbezüglich zu beraten. Die voraussichtlichen Kosten für die Modernisierung des Bestandes der Kita werden mit ca. 429.390 EUR netto und für den Erweiterungsbau derzeit mit ca. 1.651.500 EUR angenommen. Die voraussichtlichen Kosten des Gemeindeteils werden mit ca. 946.860 EUR geschätzt. Da der Gemeindeteil und die Kitaerweiterung unterschiedliche Förderprogramme beanspruchen, sind die Maßnahmen getrennt abzurechnen. Der Gemeindeteil ist über den Investitionsstock (Landesförderung) gefördert. Die Förderung der Kita erfolgt über die Regelförderung des Jugendhilfeträgers (Kreis). Sämtliche Rechnungen der AN müssen eindeutig der jeweiligen Maßnahme zuzuordnen sein. Die Auftraggeber sind bei der Fördermittelbeantragung zu unterstützen. Der Verteilungsschlüssel für die Abrechnung der ggf. erforderlichen gemeinsamen Bauteile und Leistungen wird nach der Leistungsphase 3 festgelegt. Die Leistungen werden ausgeschrieben in: - Los 1: Objektplanung Gebäude in den Leistungsphasen 1-9 nach § 34 HOAI, - Los 2: Technische Ausrüstung HLS/Elektro/Küche in den Leistungsphasen 1-9 nach § 55 HOAI, - Los 3: Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 1-6 nach § 51 HOAI und - Los 4: Freianlagen, Leistungsphasen 1-9 nach § 39 HOAI. Mit der Ausführung soll 2025 begonnen (Leistungsphase 8) und diese 2027 beendet werden. Bezüglich der Leistungsbeschreibung orientiert sich die Auftraggeberin an der HOAI 2021. Näheres regelt der Vertrag.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
15.11.24
Teilnahmefrist
17.12.24
Vertragsbeginn
01.01.25

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Kusel, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
info@vgka.de
Freischalten
Telefon
06381-6080-129
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister: 1. Erklärung des Bewerbers, dass durch die Person oder das Verhalten des Bewerbers oder dem Bewerber zuzurechnender Personen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB und § 19 MiLoG begründet sind. 2. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. 3. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. 4. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (Sanktionen VO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft. 5. Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er mit seinem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder einen den Rechtsvorschriften seines Heimatstaates entsprechenden Nachweis vorzulegen. 6. Ist der Bewerber zur Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft verpflichtet, hat er mit seinem Teilnahmeantrag eine entsprechende Mitgliedsbescheinigung vorzulegen. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte gemäß vorstehenden Ziffern 1 bis 6 für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen auch von Dritten abzugeben.

  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: 1. Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB). 2. Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB). 3. Erläuterung der technischen Büroausstattung des Bewerbers mit Nennung und detaillierter Beschreibung der mindestens verwendeten Software für den Datenaustausch und die Datensicherung. 4. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die vorgenannten Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. I. Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams Das Büro muss eine der Maßnahme angemessene Zahl an Mitarbeitenden aufweisen. Das Projektteam muss mit mindestens zwei Personen (Projektleitung und Stellvertretung) besetzt sein, die berechtigt sind, die Berufsbezeichnung Architekt zu führen. II. Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers Der Bewerber hat seine besondere Erfahrung mit der Planung und Bauüberwachung der Freianlagen durch Vorlage von mindestens drei Referenzen wie folgt nachzuweisen: - die Referenzobjekte müssen die Planungs- und Bauüberwachungsleistungen für Kinderspielplätze oder Freianlagen für Kindertagesstätten oder Freianlagen für Schulen oder Freianlagen für andere Vorhaben, deren Aufgabe mit Betreuung von Kindern verbunden ist, betreffen, - die Nutzfläche der Freianlage muss mindestens 200 m² betragen haben, - bei allen Referenzen müssen mindestens die Leistungsphasen 2 bis 8 vollständig erbracht worden sein. - das Objekt muss nach dem 01.01.2018 und vor Veröffentlichung dieser Bekanntmachung fertiggestellt sein. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Liste (siehe Teilnahmeantrag) genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Die angeforderten Auskünfte sind in Textform einzureichen.

  • Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: 1. Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seines Umsatzes für Planungs-leistungen, die mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen vergleichbar sind, in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB). 2. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten an-derer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen 3. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will. 4. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. Mindestanforderung Der Bewerber muss über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen, deren Deckungssumme für Personenschäden mindestens 100.000,00 EUR und zusätzlich für sonstige Sach- und Vermögensschäden mindestens 100.000,00 EUR beträgt. Dies ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen. Ausreichend ist eine Bescheinigung, dass die Versicherungssumme im Auftragsfall zur Verfügung steht. Die geforderten Nachweise sind in Textform einzureichen.

  • Objektive Kriterien zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden

    • 1. Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Planungsleistungen anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen an die geforderten Referenzen erfüllen (50 %). 1 Referenz = 2 Punkte
    • 2 Referenzen = 4 Punkte
    • 3 Referenzen = 6 Punkte
    • 4 Referenzen = 8 Punkte
    • 5 und mehr Referenzen = 10 Punkte. 2. Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen in Jahren (Projektleitung und stellvertretende Projektleitung) (25 %). <= 5 Jahre = 1 Punkt
    • <= 10 Jahre = 2 Punkte
    • <= 15 Jahre = 3 Punkte
    • <= 20 Jahre = 4 Punkte, >= 25 Jahre = 5 Punkte. 3. Gesammelte Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen anhand der eingereichten Referenzen (Neubau oder Erweiterung von Kindergärten und/oder Bürger- und Gemeindezentren), die die Mindestanforderungen erfüllen (25 %). Jeweils für die zur Leistungserbringung vorgesehene Person (Projektleiter und stellv. Projektleiter): 1 Referenz = 1 Punkt
    • 2 Referenzen = 2 Punkte
    • 3 Referenzen = 3 Punkte
    • 4 Referenzen = 4 Punkte
    • 5 und mehr Referenzen = 5 Punkte. Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen, die die Mindestanforderungen erfüllen und den Gegenstand der Ausschreibung betreffen. Für die Beurteilung der Eignungsauswahl werden nur Referenzen herangezogen, die eine aussagekräftige Beschreibung enthalten
    • eine nur namentliche Listenaufzählung ist nicht ausreichend. Erreichen die Bieter bei einer Überschreitung der Höchstzahl der zugelassenen Bieter dieselbe Punktezahl, entscheidet das Los.

Zuschlagskriterien

  • Qualitäts-, Termin- und Kostenmanagement im Rahmen der Planung und während der Bauphase: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitäts-, Termin- und Kostensicherung in der Planung und während der Bauphase" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitäts-, Termin- und Kostenmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem Methoden des Qualitätsmanagements vorgestellt werden, die über ein systematisches Abarbeiten des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI hinausgehen und, bei dem Ideen vorgestellt werden, wie die Bauzeit optimiert werden kann.

  • Gestaltungsidee für ein Kindergarten-Spielplatz: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Gestaltungsidee für den Kindergarten-Spielplatz" bekommt ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem der Spielplatz keine hinreichende Aufenthaltsqualität bietet sowie die Möglichkeit einer sicheren und praktikablen Aufsichtsführung fehlt. 4-6 Punkte bekommt ein Angebot, bei dem die Gestaltung des Spielplatzes die vorgenannten Aspekte berücksichtigt. 7-10 Punkte bekommt ein Angebot, das eine Realisierung des Spielplatzes innerhalb des Kostenbudgets erwarten lässt.

  • Intensität der Bauüberwachung und Baubetreuung: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Intensität der Bauüberwachung und Baubetreuung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das nur eine sporadische Präsenz der Bauleitung vorsieht oder erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine regelmäßige und deutliche Anwesenheit der Bauleitung erwarten lässt und das eine mindestens mehr als stichpunktartige Kontrolle vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine durchgehende Anwesenheit der Bauleitung verspricht.

  • Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich nicht preislicher Bedingungen: Hinsichtlich des Wertungskriterium "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich nicht preislicher Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.

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Vertragsbedingungen42 KB4 Seiten
Vertragsentwurf287 KB8 Seiten
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