Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (im Folgenden: Niedersachsen Ports) ist die größte Infrastrukturbetreiberin öffentlicher Seehäfen, Inselversorgungshäfen und Regionalhäfen an der deutschen Nordseeküste. Niedersachsen Ports steht im Alleineigentum des Landes Niedersachsen. Der Seehafen Cuxhaven liegt an der Mündung der Elbe in die Nordsee, mit kurzer Entfernung zum Nord-Ostsee-Kanal, mit seeseitig kurzen Revierfahrten und direkten Seeschiffs- und Binnenschiffs-, Wasserstraßen-, Straßen- und Bahnanbindungen an den Hafen Hamburg. Cuxhaven ist ein Mehrzweckhafen mit den Schwerpunkten Stückgut-, Pkw- und Offshore-Umschlag. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Seehafen Cuxhaven als Mehrzweckhafen, insbesondere auch zum Umschlag von Offshore-Komponenten, entwickelt. Über die Pflege und den Ausbau der vorhandenen traditionsreichen Wirtschaftsfelder der Region hinaus werden zukunftsträchtige Entwicklungen unterstützt, um nicht nur bestehende Arbeitsplätze zu sichern, sondern auch neue, qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Die erwarteten Auslastungsgrade der vorhandenen Liegeplätze (insbesondere mit Blick auf Offshore-Güter) sind heute bereits erreicht. Für die Zukunft bedeutet das, dass rechtzeitig mit der Zurverfügungstellung weiterer zusätzlicher Kapazitäten begonnen werden muss. Aus diesem Grund ist eine Erweiterung der Kapazitäten im Bereich des Seehafen Cuxhaven erforderlich, um den Hafen wettbewerbsfähig zu erhalten und die Stadt Cuxhaven als Regionalzentrum weiter zu stärken. Die deutschen Seehäfen und damit auch der Seehafen Cuxhaven nehmen beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und der EU eine entscheidende Rolle ein. Die Erweiterung des Seehafen Cuxhaven soll einen wichtigen Beitrag für die Erfüllung der rechtlich verankerten Zielsetzungen der Europäischen Union und Deutschlands liefern. Vor diesem Hintergrund soll für die Errichtung von weiteren Liegeplätzen der Lückenschluss zwischen dem Liegeplatz 4 ("Europakai") und dem Liegeplatz 8 (Teil des Offshore-Terminals) erfolgen. Auf diesem Wege werden die nachfolgenden Liegeplätze entstehen: Liegeplatz 5 (Länge 396 m); Liegeplatz 6 unterteilt in: Liegeplatz 6.1 (Länge 228,50 m) und Liegeplatz 6.2 (Länge 174,50 m); Liegeplatz 7 (Länge 450 m). Zu den Liegeplätzen gehören insgesamt Terminalflächen von ca. 38 ha. Die Flächen, auf denen die Liegeplätze und die anliegenden Terminalflächen errichtet werden sollen, sind aktuell teilweise noch Wasserflächen. Diese Flächen werden entsprechend mit Sand aufgehöht. Das hier gegenständliche Konzessionsvergabeverfahren betrifft die Vergabe der Konzessionen für den diskriminierungsfreien Betrieb der zur errichtenden Liegeplätze und der dazu gehörigen Terminalflächen.