„Verbandsgemeinde Wethautal, KoMoNa – Nachhaltiger Kulturlandschaftswandel in Wassereinzugsgebieten am Beispiel der Renaturierung des Steinbachs, Los 2: Verkehrsanlagenplanung Radweg LP 1-9, Freianlagenplanung LP1-9, Ingenieurbauwerke LP1-9, Besondere Leistungen“
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Das 6 km² umfassende Projektgebiet in der Verbandsgemeinde Wethautal in der Kohleregion Mitteldeutsches Revier im sachsen-anhaltinischen Burgenlandkreis wird geprägt durch großflächige Landwirtschaft, den Steinbach als Gewässer 2. Ordnung im Tal und eine stark überformte, strukturarme Landschaft. Aufgrund fehlender Rückhalte- und Grünstrukturen auf den abschüssigen Ackerflächen und der Gewässerbegradigung war der Steinbach bei Starkregen bereits oft von Überflutungen verbunden mit hohen Schlamm- und Nährstoffeinträgen betroffen. Kernziel des Vorhabens ist die nachhaltige Renaturierung eines 4 km langen Teilstücks des Steinbachs zwischen Osterfeld und Löbitz, wobei modellhaft das zugehörige Oberflächenwassereinzugsgebiet einbezogen wird. Die Herstellung dreier Retentionsräume am Steinbach sowie die Wiederherstellung zweier Teiche in Löbitz und Pauscha schaffen dringend benötigtes Rückhaltevolumen für anströmendes Oberflächenwasser aus dem Einzugsgebiet. Die Anlage dreier Pflanzstreifen strukturiert Ackerflächen südlich des Baches, erhöht die lokale Biodiversität und fördert den Wasser und Sedimentrückhalt bei Starkregen. Der Bau eines 3 km langen, gewässerbegleitenden Radweges, der Teil der 178 km langen „Saale-Unstrut-Elster Rad-Acht“ wird, ersetzt die bisherige, gefährliche Wegführung auf der Landesstraße L
200, unterbindet die ungeregelte, naturschädliche Nutzung von Ausweichrouten im Gewässerumfeld und lenkt den Tourismus gezielt. Das Modellvorhaben demonstriert beispielhaft, dass eine nachhaltige Fließgewässerrenaturierung
in, für viele Strukturwandelregionen typischen, großflächigen Agrarlandschaften mit einer gezielten Struktur-anreicherung im zugehörigen Einzugsgebiet einhergeht und wie dabei im Sinne eines ökologisch nachhaltigen Strukturwandels neben der Verbesserung des ökologischen Gewässerzustandes und der Biodiversität umliegender Flächen eine bessere Anpassung an Wetterereignisse und eine nachhaltige Freizeit- und Erholungsnutzung erreicht werden können. Das Gesamtprojekt leistet einen primären Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele 6, 11, 12
und 15 der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (17 SDGs).
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