Frist abgelaufen

Umgestaltung des Bierbaches im Bereich des Eifelzoos Lünebach

Auftraggeber
Veröffentlicht
05.09.2024
Angebotsfrist
Die Verbandsgemeinden Prüm (VGV Prüm) und Arzfeld (VGV Arzfeld) beabsichtigen den Bierbach im Bereich des Eifelzoos Lünebach von der Mündung in die Prüm gewässeraufwärts auf einer Länge von rund 1,40 km naturnah umzugestalten. Das Vorhaben soll dabei als verbandsgebietsübergreifendes Aktion-Blau-Plus-Projekt umgesetzt werden. Auf Basis des wasserwirtschaftlichen Erläuterungsberichts "Umgestaltung des Bierbaches im Bereich des Eifelzoos Lünebach" (erstellt durch die Ingenieurbüro Floecksmühle GmbH für die Struktur- und Genehmigungsdirektion-Nord (SGD Nord), Koblenz, im April 2022) sind dabei sowohl die Aspekte der aquatischen Durchgängigkeit gemäß § 34 WHG "Durchgängigkeit oberirdischer Gewässer" als auch die Angleichung des Gewässerlaufes an den LAWA-Fließgewässertyp (Typ 5) "grobmaterialreiche, silikatische Mittelgebirgsbäche" als Renaturierung nach Möglichkeit umzusetzen. Der Aufgabenumfang der Bearbeitung beinhaltet im betrachteten Gewässerabschnitt hierzu im Einzelnen: - Wiederherstellung der Durchgängigkeit und Renaturierung des Bierbaches - Rückbau/Verkleinerung des Weihers zur Verbesserung des Gewässerumfeldes und Reduzierung der Verdunstung - Verminderung von Hochwasserschäden im Gewässerumfeld und Gewässerausbau unter Berücksichtigung der Hochwasserabflüsse - Einbeziehung der Themen Umweltbildung und Naherholung unter Berücksichtigung der Nähe zum Zoogelände Die Leistungsphasen 1 bis 4 (Ingenieurbauwerk § 43 HOAI, Landschaftspflegerischer Begleitplan § 26 HOAI) sind bereits durch das Ingenieurbüro Floecksmühle erbracht worden. Die Planung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Ergebnisse der Planung sind im Rahmen der Angebotsbearbeitung und im Rahmen der späteren Auftragsdurchführung zu evaluieren. Es ist insbesondere zu beurteilen, inwieweit eine Berichtigung der vorhandenen Planung notwendig ist.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
05.09.24
Teilnahmefrist
07.10.24
Vertragsbeginn
07.12.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Prüm, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
vergabe@vg-pruem.de
Freischalten
Telefon
+49 6551 943258
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister: 1. Erklärung des Bewerbers, dass durch die Person oder das Verhalten des Bewerbers oder dem Bewerber zuzurechnender Personen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB und § 19 MiLoG begründet sind. 2. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. 3. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. 4. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (Sanktionen VO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft. 5. Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er mit seinem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder einen den Rechtsvorschriften seines Heimatstaates entsprechenden Nachweis vorzulegen. 6. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte gemäß vorstehenden Ziffern 1 bis 5 für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen auch von Dritten abzugeben.

  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

    • 1. Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB). 2. Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB). 3. Erläuterung der technischen Büroausstattung des Bewerbers mit Nennung und detaillierter Beschreibung der mindestens verwendeten Software für den Datenaustausch und die Datensicherung. 4. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die vorgenannten Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. Mindestanforderungen: I. Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams Das Büro muss eine der Maßnahme angemessene Zahl an Mitarbeitenden aufweisen. Das Projektteam muss mit mindestens zwei Personen (Projektleitung und Stellvertretung) besetzt sein, die berechtigt sind, die Berufsbezeichnung Architekt oder Ingenieur zu führen. II. Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers Der Bewerber muss seine besondere Erfahrung mit Planung und Bau von vergleichbaren Vorhaben nachweisen und dazu drei Referenzen einreichen. Vergleichbar sind Referenzen, wenn: - eine Referenz eine Fischaufstiegsanlage als Ingenieurbauwerke beinhaltet - eine Referenz eine Umweltbaubegleitung beinhaltet - eine Referenz eine Renaturierung von Gewässern mit ca. einem Flusskilometer beinhaltet - die Kosten der Kostengruppen 300 nach DIN 276 ca. 500.000 EUR netto betragen, - bei allen Referenzen mindestens die Leistungsphasen 2 und 3 sowie 5 bis 8 erbracht wurden, vollständig oder zumindest in wesentlichen Teilen, - das Objekt fertig gestellt ist (d.h. Abschluss der LP 8, alternativ die Inbetriebnahme)
    • die Fertigstellung muss nach dem 01.01.2018 erfolgt sein, - mindestens bei einem der Referenzobjekte die Bauleistungen nach Maßgabe der VOB/A ausgeschrieben worden sind. Zur Erhöhung der Eignung können weitere Referenzen eingereicht werden. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Liste (siehe Teilnahmeantrag) genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Die angeforderten Auskünfte sind in Textform einzureichen
  • Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: 1. Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seines Umsatzes für Planungsleistungen, die mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen vergleichbar sind, in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB). 2. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen 3. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will. 4. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. Mindestanforderung: Der Bewerber muss über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen, deren Deckungssumme für Personenschäden mindestens 1,5 Millionen EUR und zusätzlich für sonstige Sach- und Vermögensschäden mindestens 1 Millionen EUR beträgt. Dies ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen. Ausreichend ist eine Bescheinigung, dass die Versicherungssumme im Auftragsfall zur Verfügung steht. Die geforderten Nachweise sind in Textform einzureichen.

  • Objektive Kriterien zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden

    • 1. Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Planungs- und Bauüberwachungsleistungen für Objektplanung, die die Mindestanforderungen an Referenzen erfüllen (40 %)
    • 2. Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen in Jahren (Projektleitung und stellvertretende Projektleitung) (30%)
    • 3. Gesammelte Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen erfüllen (30%). Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen.

Zuschlagskriterien

  • Qualitätsmanagement im Rahmen des Planungsprozesses und der Umsetzung der Planung: Hinsichtlich des "Qualitätsmanagement im Rahmen des Planungsprozesses" erhält ein Angebot eine Beurteilung von - 0-3 Punkten, bei dem auf ein Qualitätsmanagement keinen oder nur wenig Wert gelegt wird. - 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt. - 7-10 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement über ein systematisches Abarbeiten des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen hinaus erfolgt, durch das eine besondere Qualität der Planung und deren Umsetzung sichergestellt wird.

  • Örtliche Präsenz und Organisation in der Phase der Bauüberwachung: Hinsichtlich des Wertungskriterium "Örtliche Präsenz und Organisation in der Phase der Bauüberwachung" erhält ein Angebot - 0-3 Punkte, das nur eine sporadische Präsenz der Bauleitung vorsieht oder erwarten lässt. - 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine regelmäßige deutliche Anwesenheit der Bauleitung erwarten lässt, die eine mindestens mehr als stichpunktartige Kontrolle vorsieht. - 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine durchgehende Anwesenheit der Bauleitung verspricht.

  • Akzeptanz des Vertrages: Hinsichtlich des Wertungskriterium "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot - 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. - 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. - 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. - 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.

  • Preis der Leistung: Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem doppelten Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung Ihres Angebots fließen die Zeithonorare mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Geschäftsführer/Partner/Inhaber - 20 Stunden Projektleiter/stellv. Projektleiter - 50 Stunden angestellte Architekten/Ingenieure - 40 Stunden Zeichner/Schreibkraft/sonstige Mitarbeiter

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