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Umbau und Sanierung der Grundschule Melanchthonstraße Bremen zur Ganztagsschule - Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-8

Die Maßnahme umfasst den Umbau und die funktionale Neuorganisation der Grundschule Melanchthonstraße im laufenden Schulbetrieb. Gegenstand der Planung sind Umbau-, Sanierungs- und Anpassungsmaßnahmen im gesamten Schulgebäude einschließlich der Umnutzung des Hortgebäudes zur Mensa mit Küchenbereich, der Umsetzung neuer Clusterstrukturen sowie Maßnahmen zum Brandschutz und zur Herstellung der Barrierefreiheit (u. a. Einbau eines Aufzugs). Darüber hinaus wird der Erschließungs- und Umkleidetrakt der Turnhalle umgebaut und die bestehende Turnhalle in Teilen saniert und angepasst. Die bauliche Umsetzung erfolgt im Bestand in mehreren aufeinander abgestimmten Bauabschnitten. Grundlage der Planung bildet das im Rahmen des Pilotprojekts "Ganztag und Raum" der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft zusammen mit Schule, Verwaltung und Schulaufsicht entwickelte pädagogisch-räumliche Konzept. Dieses verfolgt einen integrativen Ansatz, bei dem schulisches Lernen, Betreuung und außerunterrichtliche Aktivitäten räumlich und funktional eng miteinander verzahnt werden. Das Projekt hat Modellcharakter und wird als Pilotprojekt umgesetzt und durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft unterstützend begleitet. Ein wesentliches Element der Planung ist die Entwicklung sogenannter Clusterstrukturen. Diese bestehen aus flexibel nutzbaren Lern-, Differenzierungs- und Aufenthaltsbereichen, die eine zeitgemäße Pädagogik unterstützen und unterschiedliche Lernformen ermöglichen. Die bereits erarbeiteten Konzepte und Planungen für das Schul- und das bisherige Hortgebäude sind verbindlich und bilden die Grundlage für die weitere Umsetzung. Ergänzend zu den schulischen Nutzungen ist die Einrichtung einer Mensa und des Cafés Melanchthon im Erdgeschoss des bisherigen Hortgebäudes vorgesehen. Das im Pilotprojekt erarbeitete Farb- und Möblierungskonzept für die Mensa ist ebenfalls verbindlich für die weitere Planung. Die Planung für den Ausgabebereich ist jedoch zu überprüfen und ggf. anzupassen. Und der Küchenbereich ist noch auf Basis des Raumprogramms zu planen. Ein weiterer zentraler Bestandteil der Maßnahme ist ein verändertes Brandschutzkonzept und die Herstellung der Barrierefreiheit. Hierzu gehört der Einbau eines Aufzugs. Darüber hinaus umfasst das Projekt auch den Ersatzneubau des Erschließungs- und Umkleidetrakts der Turnhalle sowie eine Sanierung der verbleibenden Turnhallen-Teile. Das vorhandene Vorkonzept für den neuen Erschließungs- und Umkleidetrakt ist unter Berücksichtigung von Raumprogramm und Brandschutzanforderungen zu überarbeiten. Das Schul- und Hortgebäude umfasst eine Fläche von ca. 4.100 m² BGF und die Turnhalle umfasst eine Fläche von ca. 390 m² BGF. Weitere Hinweise: Eine zentrale Herausforderung stellt das Bauen im Bestand im laufenden Schulbetrieb dar. Der Gebäudekomplex soll schrittweise umgebaut und angepasst werden. Um den Schulbetrieb möglichst störungsarm aufrechtzuerhalten, erfolgt die bauliche Umsetzung in voraussichtlich sechs aufeinander abgestimmten Bauabschnitten. Diese phasenweise Realisierung erfordert eine präzise Planung der Bauabläufe, eine enge Abstimmung aller Beteiligten sowie besondere Rücksichtnahme auf die schulischen Abläufe. Eine weitere wesentliche Rolle spielt die Innenarchitektur. Für Möblierung sowie Farb- und Materialkonzepte liegen bereits Konzepte vor, die als Grundlage dienen. Diese sind im weiteren Planungsprozess gezielt zu präzisieren (Einbaumöbel). Die innenräumliche Gestaltung ist von zentraler Bedeutung, da sie maßgeblich die Nutzungsmöglichkeiten, die Aufenthaltsqualität sowie die Lernatmosphäre beeinflusst. Insgesamt verfolgt das Projekt einen ganzheitlichen Planungsansatz, bei dem pädagogische, funktionale, bauliche und gestalterische Aspekte eng miteinander verknüpft werden. Durch gezielte Umbaumaßnahmen, die Optimierung bestehender Flächen insbesondere von Fluren und Nebenbereichen, sowie durch die Schaffung neuer Raumqualitäten wird der Schulstandort nachhaltig gestärkt und zukunftsfähig weiterentwickelt. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf etwa 5.710.000 Euro (netto). Davon entfallen ca. 1.600.000 Euro (netto) auf die KG 400.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
01.06.26
Fragenfrist
24.06.26
Teilnahmefrist
29.06.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Geschätzter Wert
390.000 €
Erfüllungsort
Bremen, Deutschland
Vertragslaufzeit
48 Tage
KMU geeignet
Ja
E-Mail
Mine.shahmahmoudy@immobilien.bremen.de
Freischalten
Telefon
0421 361 955 55
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • 2A: Eigenerklärung über eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung und über die Erhöhung im Auftragsfall: Eigenerklärung über eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von mind. 1,0 Mio. Euro für Personenschäden und mind. 0,25 Mio. Euro für sonstige Schäden (jeweils 2-fach maximiert) und über die Bereitschaft zur Erhöhung im Auftragsfall auf mind. 3,0 Mio. Euro für Personenschäden und auf mind. 1,5 Mio. Euro für sonstige Schäden (jeweils 2-fach maximiert).

  • 2B: Eigenerklärung über den Umsatz des Bewerbers: Eigenerklärung über einen durchschnittlichen Jahresumsatz für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-3 für die letzten 3 zusammenhängenden, abgerechneten Geschäftsjahre von mind. 150.000 Euro (netto) und für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 4-5 für die letzten 3 zusammenhängenden, abgerechneten Geschäftsjahre von mind. 150.000 Euro (netto).

  • 3A: Erklärung über die Beschäftigtenanzahl: Eigenerklärung über ein jährliches Mittel von jeweils mind. 2 der fachlich geeigneten festangestellten Mitarbeiter (Ingenieure bzw. Absolventen für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung oder staatlich geprüfte Techniker) für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI für die ALG 1-3 sowie für die ALG 4-5 für die letzten 3 zusammenhängenden Geschäftsjahre inkl. Büroinhaber, Geschäftsführer etc.

  • 3B1: Eigenerklärung über die berufliche Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung: Berufliche Qualifikation (Ingenieur/-in) des für die Erbringung der Leistung Verantwortlichen für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI (Nachweis durch Abschlusszeugnis).

  • 3B2: Eigenerklärung über die berufliche Qualifikation der vorgesehenen Gesamtprojektleitung: Berufliche Qualifikation der vorgesehenen Gesamtprojektleitung (abgeschlossenes Studium für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung oder staatlich geprüfter Techniker) für den Leistungsbereich der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI (Nachweis durch Studiennachweis) sowie mind. 5 Jahre einschlägige Berufserfahrung (Nachweis durch Vita).

  • 3C: Qualifikation des Bewerbers hinsichtlich Erfahrung mit vergleichbaren Projekten: Erfahrung mit öffentlichen Auftraggebern oder Erfahrung mit öffentlich geförderten Maßnahmen anhand der eingereichten Referenzen. Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur Angebotsphase des Verfahrens eingeladen werden sollen.

Zuschlagskriterien

  • Fachlicher Wert

    • Projektaufbauorganisation mit Vorstellung der vorgesehenen operativen Projektleitung, der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung sowie der Objektüberwachung (Fachbauleitung) unter Berücksichtigung der Fachbereiche HLS und ELT
    • Projekterfahrung des Projektteams insbesondere der vorgesehenen operativen Projektleitung, der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung sowie der Objektüberwachung (Fachbauleitung) in Bezug auf vergleichbare Projekte
    • Personaleinsatzplanung, Einbindung der operativen sowie stellvertretenden Projektleitung wie auch der Fachbauleitung in andere parallel laufende Projekte.
  • Qualität

    • Auseinandersetzung mit den zur Verfügung gestellten Unterlagen
    • Herangehensweise an die Planungsaufgabe unter Berücksichtigung der projektspezifischen Besonderheiten und der zu bewertenden Potentiale/Risiken
    • Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität sowie zur Einhaltung der Termine und Kosten.
  • Kommunikation und Ausführungszeitraum

    • Vorgesehene Besprechungskultur innerhalb des Projekts
    • Erreichbarkeit und Projektkommunikation mit dem Auftraggeber und den weiteren Beteiligten während der Leistungsdurchführung
    • Präsenz auf der Baustelle
    • Auseinandersetzung mit dem zur Verfügung gestellten Rahmenterminplan inkl. Prüfen auf Plausibilität des vorgegebenen Zeitrahmens von Planungsbeginn bis zur Fertigstellung.
  • Preis/Honorar: Honorarangebot: Das günstigste Angebot wird mit 5 Punkten und ein Angebot ab der doppelten Summe des günstigsten Angebots mit 0 Punkten bewertet. Die Punktzahl der dazwischenliegenden Angebote wird durch lineare Interpolation ermittelt. Abstufungen erfolgen bis auf zwei Nachkommastellen.

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Lose (1)

Eigenerklärung78 KB16 Seiten
Eignungskriterien37 KB32 Seiten
Preisblatt203 KB2 Tabellen
Projektplan89 KB12 Seiten
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