Frist abgelaufen

Sanierung Rathaus - Technische Ausrüstung ELT und HLS

Auftraggeber
Veröffentlicht
10.06.2025
Angebotsfrist
07.07.2025
Die Stadt Oebisfelde-Weferlingen plant die Sanierung des historischen und teilweise unter Denkmal-schutz stehenden Rathauses der Stadt. Bestandssituation Das historische Rathaus der Stadt Oebisfelde besteht aus zwei Baukörpern. Der südliche Teil des zwei-geschossigen Gebäudes ist spätmittelalterlich (vor 1500) und weist auf der Ostseite einen Renais-sancegiebel auf. Auf der Westseite befindet sich auf diesem Gebäudeteil ein Dachtürmchen mit einer Glocke (1784). Im Inneren dieses Teils ist die spätgotische Ratsstube mit Kreuzgratgewölbe auf einem Mittelpfeiler und einem jetzt innen liegenden Portal erhalten. Der Giebel auf der Westseite wurde wahrscheinlich in der Zeit des Umbaus Ende des 19. Jahrhunderts verändert. Das Dachgeschoss ist nicht ausgebaut, unter diesem Gebäudeteil befindet sich ein Gewölbekeller. Östlich des älteren Gebäudeteils wurde Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts ein Erweite-rungsbau als Flachbau errichtet. Dieser wird von einer Bruchsteinmauer, die auch den weiter östlich gelegenen Hof einschließt, umschlossen. Der ebenfalls zweigeschossige nördliche Gebäudeteil stammt aus dem 18. Jahrhundert und weist im Obergeschoss eine Fachwerkkonstruktion auf. Darüber befindet sich ein Mansarddach mit Krüppel-walm auf der Ostseite, die Westseite zeigt einen geraden Dachabschluss mit einem Staffelgiebel aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Das Dachgeschoss ist im Moment nicht ausgebaut. Der Gebäudeteil weist eine Teilunterkellerung (Heizungskeller) auf. Die Erschließung des Obergeschosses erfolgt durch eine zwischen beiden Gebäudeteilen liegende Freitreppe. Die Geschossebenen des Erd- und Obergeschosses sind in den beiden Gebäudeteilen unterschiedlich. Das gesamte Rathaus ist ein Einzeldenkmal. Schadens- und Problemsituation Im Zuge der Sanierung des Westgiebels 2013/14 wurden diverse Schäden an der Decken- und Dach-konstruktion über dem OG und im Bereich der Fachwerksfassaden entdeckt. Diese wurden durch ein Holzschutzgutachten detailliert untersucht und dokumentiert. Dabei zeigte sich, dass auch die De-ckenbalken der Decke über dem EG schwerwiegende Holzschäden aufweisen. Auf Grund der Nutzungssituation konnten diese bisher nur im Bereich der Balkenköpfe erfasst wer-den. D.h. über den Schadensumfang der Decke über dem EG können i. M. keine verlässlichen Aussa-gen getroffen werden. Dazu ist eine Freilegung erforderlich. Darüber hinaus sind weitere Probleme und Mängel im Bereich der funktionalen Organisation, dem Brandschutz, dem Wärmeschutz, der Haustechnik offensichtlich. Sanierunqsaufgaben Auf Grund der entdeckten Schäden ergibt sich folgendes Minimalprogramm der Sanierung: Südtrakt  Rückbau der gesamten Dacheindeckung/Neueindeckung  Demontage und Sanierung des Glockenturms  Sanierung der Decken- und Dachkonstruktion Nordtrakt  Rückbau der Dacheindeckung/Neueindeckung  Rückbau der Dachkonstruktion und Neubau  Rückbau/Sanierung der Deckenkonstruktion  Freilegung der Gefache des Fachwerks, Instandsetzung des Fachwerks und Neuausmauerung der Gefache  Freilegung der Decke über dem EG und Sanierung. Es ist absehbar, dass das Rathaus während der Sanierung nicht nutzbar ist. Auf Grund des Schadens-umfangs werden alle Büroräume in Mitleidenschaft gezogen und es wird eine umfassende Renovie-rung und Teilerneuerungen (Fußböden, Wände, Decken, Haustechnik) erforderlich. Daher würde es sich in diesem Zusammenhang anbieten, weitere organisatorische und bautechnische Probleme und Mängel zu beheben. Diese ergeben sich aus:  den aktuellen Nutzungsanforderungen  der Brandschutz- und Fluchtwegesituation  dem Wärmeschutz  dem Stand der Haustechnik (Heizung, Elektro, EDV) Gegenstand dieser Ausschreibung ist die losweise Vergabe von Grund- und Besondere Leistungen der Leistungsbilder Fachplanung Technische Ausrüstung HLS nach § 55 Abs. 1 und Abs. 3 iVm Anlage 15.1 HOAI 2021, LPH 1-9 mit allen Grundleistungen (Los 1) Fachplanung Technische Ausrüstung ELT nach § 55 Abs. 1 und Abs. 3 iVm Anlage 15.1 HOAI 2021, LPH 1-9 mit allen Grundleistungen (Los 2) Die Leistungen werden stufenweise sowie teilweise optional vergeben. Einzelheiten sind der Leis-tungsbeschreibung zu entnehmen. Parallel zu diesem Verfahren erfolgt die nationalen Ausschreibungen des SiGeKo und des Brandschutzes. Es handelt sich bei diesem Projekt um eine durch das Land Sachsen-Anhalt und die Bundesrepublik Deutschland geförderte Maßnahme im Rahmen des Landesförderprogramms "Förderung des Wachs-tums und der nachhaltigen Erneuerung, Programmbereich Aufwertung" 2023 gemäß Erlass des Minis-teriums für Infrastruktur und Digitales (MID) vom 29.11.2023 über die Programmaufnahme für die Städtebauförderung 2023.
Vergabeunterlagen
2 Lose

Zeitplan

Veröffentlichung
10.06.25
Abgabefrist
07.07.25
Öffnung
07.07.25
Vertragsbeginn
18.08.25

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
Offenes Verfahren
Erfüllungsort
Oebisfelde-Weferlingen, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
u.dietz@stadt-oebisfelde-weferlingen.de
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Telefon
+49 39002480501
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Website
https://www.stadt-oebisfelde-weferlingen.de/
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Der Auftraggeber bewertet die technische Leistungsfähigkeit u.a. anhand von geeigneten Referenzen über früher ausgeführte Dienstleistungsaufträge in Form einer Liste der in den letzten höchstens zehn Jahren erbrachten wesentlichen Dienstleistungen mit Angabe des Werts, des Erbringungszeitpunkts sowie des öffentlichen oder privaten Empfängers. Ausgangspunkt für die Berechnung des entsprechenden Jahres-Korridors ist der Tag des Ablaufs der Abgabefrist der Angebote. Maßgeblich ist, dass bei der Referenz der Abschluss der beauftragten Leistungen in diesen Zeitkorri-dor fällt. Ob der Beginn der Leistung in den Zeitkorridor fällt, ist hingegen nicht ausschlaggebend. Taugliche Referenzleistungen sind grds. nur solche Leistungen, die nicht nur beauftragt, sondern auch bereits erbracht wurden. Als erbracht gilt eine Referenz, wenn die Leistung am Tag des Ablaufs der Angebotsfrist abgeschlossen ist. Noch nicht abgeschlossene Leistungen sind daher grds. keine taugli-chen Referenzen. Diese Erklärungen sind in der Anlage 10 zu tätigen, wobei für jede Referenz eine eigene Referenzbe-schreibung durch die Bieter einzureichen ist. Als Mindestanforderung an die Eignung gilt, dass je Los und je Kriterium mind. 3 wertbare Referenz vorgelegt werden muss. Wird keine wertbare Referenz vorgelegt, erfolgt der Ausschluss aus dem Ver-fahren. Der Bieter/die Bietergemeinschaft ist bezüglich der Anzahl der beigebrachten Referenzen nicht be-schränkt. Für Los 1 (Fachplanung Technische Ausrüstung HLS) gilt

    •  mind. wesentliche Grundleistungen der LPH 2-8 in den AG 1-3 erbracht
    •  anrechenbaren Kosten (KG 410-430) i.H.v. mind. 300.000 € netto
    •  Planungsanforderungen HOAI mind. HZ II (AG 1-3)
    •  mit Bezug zu denkmalgerechter Sanierung mit mehr als 500 m² BGF
    • Für Los 2 (Fachplanung Technische Ausrüstung ELT) gilt:
    •  mind. wesentliche Grundleistungen der LPH 2-8 in den AG 4-6 erbracht
    •  anrechenbaren Kosten (KG 440-460) i.H.v. mind. 300.000 € netto
    •  Planungsanforderungen HOAI mind. HZ II (AG 4-6)
  • Hier ist anzugeben, welche Teile des Auftrags das Unternehmen unter Umständen als Unteraufträge zu vergeben beabsichtigt (Erklärung der Nachunternehmerleistung). Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle im Vergabeverfahren sind einzureichen

    • Verpichtungserklärung Nachunternehmer (sofern einschlägig),
    • Nachweis Befähigung zur Berufsausübung gem. § 75 Abs. 1 oder 3 VgV
    • Eigenerklärung zum Umsatz der letzten drei Geschäftsjahre
    • Eigenerklärung zu den Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB
    • Eigenerklärung Selbstreinigungsmaßnahmen i.S.d. § 125 GWB (abzugeben, sofern ein-schlägig)
    • Eigenerklärung entsprechend dem BMWK-Rundschreiben vom 14.04.2022 über die Ein-haltung der Sanktionen gegen die Russische Föderation
    • (sog. "Russlanderklärung")
    • Berufshaftpichtversicherung (Deckssummen gemäß Vorgabe)
    • Angabe zu geeigneten Referenzen über früher ausgeführte Dienstleistungsaufträge. Die Anforderungen an die Vergleichbarkeit der Referenzen
    • ergibt sich aus den Anforderungen der Ausschreibung (je Los)
  • Berufshaftpichtversicherung (Mindestanforderung) mindestens 5 Mio. EUR je Verstoß für Personenschäden sowie mindestens 3 Mio. EUR je Verstoß für sonstige Schäden (Sachschäden und Vermögensschä-den). Weitere Anforderung

    • Die Gesamtleistung des Versicherers innerhalb eines Versicherungsjahres muss mindestens das Dop-pelte dieser Deckungssummen betragen.
    • Sofern ein Versicherungsschutz im vorstehenden Sinne (noch) nicht besteht, ist eine Eigenerklärung des Bieters/der Bietergemeinschaft
    • ausreichend, wonach im Auftragsfall ein Versicherungsschutz im vorstehenden Sinne erfolgen kann (§ 45 Abs. 4 Nr. 2 VgV).
    • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs oder Handelsregister
    • Erklärung zu §§ 42 VgV i.V.m. §§ 123, 124 GWB,
    • Erklärung zur Selbstreinigungsmaßnehmen i.S.d. § 125 GWB (sofern einschlägig),
    • Eigenerklärung betreend die Qualikation des Auftragnehmers nach § 75 Abs. 1-3 VgV
  • Es wird der Nachweis eines jährlichen Mindestumsatzes für die letzten drei Jahre gefordert. Bieter müssen einen jährlichen Mindestgesamtumsatz in Höhe der nachfolgenden Umsätze für jedes einzel-ne der letzten drei Kalenderjahre nachweisen

    • Für Los 1 (Fachplanung Technische Ausrüstung HLS) gilt: 300.000,00 €
    • Für Los 2 (Fachplanung Technische Ausrüstung ELT) gilt: 320.000,00 €
    • Wird dieser nicht je Jahr erreicht, erfolgt ein Ausschluss wegen fehlender Eignung. Liegen die Ge-schäftszahlen für das Jahr 2024 noch nicht vor,
    • reichts es aus, den Jahresumsatz der Jahre 2020 - 2023 anzugeben.
    • Im Falle einer Bietergemeinschaft wird der Umsatz der einzelnen Mitglieder für das jeweilige Ge-schäftsjahr addiert. Sprich die Mitglieder der
    • Bietergemeinschaft müssen gemeinsam die Mindestvorraussetzung erfüllen und nicht jedes Mitglied einzeln.

Zuschlagskriterien

  • Persönliche Referenzen der vorgesehenen Person des verantwortlichen Planers im Bereich Fachplanung Technische Ausrüstung HLS

    • Bewertet werden die persönliche
    • Referenzen der vorgesehenen
    • Person des verantwortlichen
    • Planers. Einzelheiten (auch zu den
    • jeweiligen Anforderungen)
    • ergeben sich aus den
    • Vergabeunterlagen (hier:
    • 3-VgV-Informationsunterlage
    • sowie und 4.1-Bewertungsmatix
    • Los 1)
  • Preis

    • Einzelheiten ergeben sich aus den Vergabeunterlagen (hier:
    • 3-VgV-nformationsunterlage sowie 4.1-Bewertungsmatix

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