Erneuerung der Wasserver- und Entsorgungsanlage West- und Ostgruppe Karlsruhe
Die bestehende Wasserver- und Entsorgungsanlage West- und Ostgruppe in Karlsruhe ist überwiegend über 80 Jahre alt und weist eine hohe Leckageanfälligkeit auf. Ziel des Projekts ist die vollständige Erneuerung und Anpassung der Anlage an die aktuellen technischen, sicherheitstechnischen und betrieblichen Anforderungen.
Im Zielzustand gewährleistet die neue Wasserversorgungsanlage eine bedarfsgerechte, sichere und effiziente Versorgung und Entsorgung. Die verwendeten Materialien sind langlebig, zugelassen und gegen äußere Einflüsse geschützt. Rohrbrüche und Leckagen sollen durch moderne Messtechnik und zusätzliche Schieber frühzeitig erkannt, lokalisiert und behoben werden können.
Der Wasserverbrauch sämtlicher Abnehmer wird künftig über präzise Messsysteme mit Loggern erfasst und transparent abgerechnet. Dies ermöglicht eine verursachungsgerechte Kostenverteilung und trägt zur Reduzierung der Wasserkosten der DB InfraGo AG bei. Zudem erfüllt das gelieferte Wasser dauerhaft die Anforderungen der Trinkwasserverordnung.
Die neue Anlage nutzt die vorhandene Einspeisung und wird so dimensioniert, dass sie sowohl den zukünftigen Verbrauch als auch mögliche Löschwasseranforderungen der Feuerwehr abdeckt, ohne die Wasserqualität zu beeinträchtigen. Nach Fertigstellung werden durch DB Immobilien regelmäßige (mindestens jährliche) Ablesungen der Wasserzähler durchgeführt, um präzise Verbrauchs- und Abwasserdaten zu erhalten.
Da bisher kein Löschkonzept der Feuerwehr für das Gelände vorliegt, ist im Rahmen des Projekts eine Abstimmung mit der Branddirektion Karlsruhe erforderlich, um ein entsprechendes Konzept zu erstellen. Die bestehende Leitung ist für Feuerlöschzwecke anzupassen.
Während der Bauphase ist eine Beeinträchtigung des Bahnbetriebs – insbesondere der Oberleitungen, Weichen und Sicherungstechnik – soweit technisch möglich zu vermeiden. Oberleitungsmasten und Fundamente dürfen nicht beeinträchtigt werden; ihre Standsicherheit ist jederzeit sicherzustellen. Eine Planung für Isolatoren bzw. Steckentrenner während der Bauphase ist vorzusehen.
Zusätzlich ist eine Elektroplanung zur Anbindung der neuen Anlagen an die bestehende Stromversorgung erforderlich.
Kurzfassung der wesentlichen Projektziele:
1. Erneuerung der überalterten Trinkwasserver- und Entsorgungsanlage
2. Sicherstellung einer bedarfsgerechten, hygienisch einwandfreien Versorgung
3. Integration moderner Mess- und Steuerungstechnik (Logger, Schieber)
4. Vorbereitung für Löschwasserbereitstellung und Feuerwehrkonzept
5. Minimierung der Eingriffe in die Bahninfrastruktur während der Bauphase (Oberleitungen, Sicherungstechnik)
6. Einbindung in bestehende Stromversorgung
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