Gegenstand des Auftrags sind Leistungen der Planung von Ingenieurbauwerken, der Tragwerksplanung so-wie der Technischen Ausrüstung im Rahmen des Baus eines Retentionsbodenfilters (RBF) unterhalb des SKU Castrop-Rauxel Holthauser Straße sowie eines neuen Rechensystems am SKU CAS-Holthauser Straße.
Der geplante Retentionsbodenfilter „RBF CAS-Holthauser Straße“ liegt auf der linken Seite des Landwehrbaches zwischen km 3,9 und km 4,3. Der geplante Retentionsbodenfilter ist dem SKU CAS-Holthauser Straße nachgeschaltet, der im Gesamteinzugsgebiet des SKU HER-Langforthstraße liegt.
Der bisherige Entwurf sieht vor, zur Beschickung des geplanten RBFs das Ausleitungsgerinne parallel zum Landwehrbach um rd. 130 m zu verlängern. Das Mischwasser fließt am Ende des Zulaufgerinnes über eine insgesamt 90 m lange Zulaufschwelle mit einer Höhe von 51,60 mNN dem RBF zu.
Der Retentionsbodenfilter ist gemäß Erläuterungsbericht in zwei Teilbereiche mit je 2.520 m² Filterfläche aufgeteilt. Am Ende des RBF liegt der Filterüberlauf. Nach vollständiger Füllung des RBF fließt das Wasser über eine insgesamt 90 m lange Schwelle in das Filterablaufgerinne und wird anschließend dem Landwehrbach zugeleitet.
Der Retentionsbodenfilter RBF CAS-Holthauser Straße wird im Vollstrom betrieben. Das heißt, der Zustrom zum RBF wird nicht begrenzt. Der 1-jährige Bemessungszufluss beträgt Qzu,RBF = 11.969 l/s.
Nach derzeitigem Planungsstand kann aus dem Retentionsbodenfilter zum Vorfluter kein natürlicher Ablauf im Freigefälle realisiert werden. Daher ist vorgesehen, das Filtrat des RBF (100,8 l/s) über ein Pumpwerk anzuheben.
Darüber hinaus ist der Einbau eines neuen Rechensystems am SKU CAS-Holthauser Straße vorgesehen. Im SKU CAS-Holthauser Straße ist bereits ein vorhandenes „Zentrales virtuelles Prozessleitsystem“ (vPLS) implementiert. Das Rechensystem soll hier mit integriert werden.