Elektrische Netze werden sich auf allen Spannungsebenen mittel- bzw. langfristig hin zu von Leistungselekt-
ronik dominierten, Netzen mit dezentraler Erzeugung, Speicherung von Energie und bidirektionalen Leistungs-
flüssen entwickeln.
Zur Beantwortung der aufkommenden Fragestellungen ist eine bisher nicht vorhandene Forschungs- und
Testinfrastruktur notwendig, weshalb eine adäquate Untersuchung momentan nicht möglich ist. Durch den
Neubau Bau 0675 des High Power Grid Labs (HPGL) wird ein Gebäude für eine europaweit einzigartige For-
schungs- und Testinfrastruktur im Multi-MW-Bereich zur Verfügung gestellt, die genau diese vorhandene Lü-
cke schließt. In Kombination mit dem existierenden Energy Lab 2.0 und dem damit verbunden Wissen über
das vorhandene Netzverhalten sowie dessen Echtzeitsimulation wird durch das HPGL am KIT eine ganzheit-
lichen Power-Hardware-in-the-Loop-(PHiL)-Testumgebung geschaffen, mit der die zukünftige Fragenstellung,
die durch den Strukturwandel des europäischen Energienetzes entstehen, adäquat untersucht werden kön-
nen. Angestrebt ist die Zertifizierung „Silber“ auf Basis des BNB-Systems.
Auf Grund der komplexen Aufgabenstellung hat sich die Ausloberin für die Vergabe der Planungsleistungen in
einem zweistufigen Wettbewerbs- und Vergabeverfahren entschieden. Die Planungsleistungen umfassen Ge-
neralplanerleistungen für das Gebäude mit Tragwerks-, Haustechnik- und Freianlagenplanung sowie
die Infrastruktur- und Freianlagenplanung für das Versuchsfeld.
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