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FKZ 3726 16 201 0 - Desinformation als strategische Herausforderung für die Umwelt- und Klimakommunikation im digitalen Wandel. Lösungsansätze und Handlungsoptionen“

Auftraggeber
Veröffentlicht
16.06.2026
Angebotsfrist
28.07.2026
ReFoPlan 2026: „Desinformation als strategische Herausforderung für die Umwelt- und Klimakommunikation im digitalen Wandel. Lösungsansätze und Handlungsoptionen“ Das Forschungsprojekt untersucht, wie Desinformation im Politikfeld Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz wirksam begegnet werden kann. Hintergrund ist die zunehmende Verbreitung gezielt irreführender Narrative, die Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse, politische Institutionen und eine evidenzbasierte Klimapolitik schwächen sowie gesellschaftliche Polarisierung verstärken. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und empirische Erprobung präventiver, evidenzbasierter Kommunikationsansätze, darunter Pre-Bunking-Strategien und Gegen-Narrative, die auch in einem von Desinformation geprägten Umfeld wirksam bleiben. Dafür sollen relevante Kanäle und Medien identifiziert, Desinformationsmuster analysiert und wirksame Kommunikationsformen für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen untersucht werden. Besonderes Augenmerk liegt darauf, wie Vertrauen gestärkt, Fehlinformationen frühzeitig vorgebeugt und gesellschaftliche Anschlussfähigkeit gesichert werden kann. Zudem soll erforscht werden, wie bereits sensibilisierte Zielgruppen wieder stärker als Multiplikator*innen für Klima- und Umweltthemen aktiviert werden können. Die Ergebnisse werden in einem Strategiepapier mit konkreten Handlungsempfehlungen für eine proaktive, verständliche und vertrauenswürdige Kommunikationsstrategie gebündelt.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
16.06.26
Fragenfrist
28.07.26
Abgabefrist
28.07.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
de-open
Erfüllungsort
Bonn, Deutschland
E-Mail
ticket@bescha.bund.de
Freischalten
Telefon
0228 99 610 1234
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Wir gehen davon aus, dass die geforderten Leistungen nur durch Kooperation verschiedener Partner erfüllt werden können. Die Qualifikation des Hauptanbieters und der Kooperationspartner sind durch die Angabe von nachprüfbaren Referenzen in Form von Eigenerklärungen nachzuweisen. Dazu gehören Kurzinformationen über einschlägige erfolgreich abgeschlossene Projekte /Arbeitsschwerpunkte/Veröffentlichungen oder sonstige Aktivitäten in den Bereichen

    • 1. Erfahrung mit empirisch-statistischen Auswertungen
    • Nachweis fundierter Erfahrung in der Konzeption, Durchführung und Auswertung empirischer Studien unter Anwendung statistischer Methoden (z. B. multivariate Analysen, Gewichtung von Stichproben, inferenzstatistische Verfahren),
    • Nachweis durch zwei Referenzprojekte.
    • 2. Erfahrungen mit Feldforschung bei Repräsentativumfragen
    • Nachweis praktischer Erfahrung in der Planung, Durchführung und Qualitätssicherung von Feldforschung im Rahmen bevölkerungsrepräsentativer Umfragen (z. B. Stichprobenziehung, Feldsteuerung, Mixed-Mode-Erhebungen, Gewichtungsverfahren).
    • Nachweis durch zwei Referenzprojekte.
    • 3. Fachkompetenz im Umweltschutz
    • Nachweis fundierter fachlicher Expertise zu Themen des Umwelt- oder Klimaschutzes insbesondere im Kontext gesellschaftlicher Wahrnehmung, Umweltkommunikation oder umweltpolitischer Maßnahmen.
    • Nachweis durch drei Referenzprojekte, davon zwei Referenzen des Hauptauftragnehmers.
    • 4. Fachkompetenz zu Desinformation
    • Nachweis wissenschaftlicher oder analytischer Expertise zu Desinformation, Fehlinformation oder manipulativer Kommunikation (z. B. Analyse von Narrativen, Informationsökosystemen oder gesellschaftlichen Wirkungen von Desinformation).
    • Nachweis durch drei Referenzprojekte.
    • 5. Expertise im Bereich Internet- und Digitalkultur
    • Nachweis fundierter Kenntnisse zu kulturellen, sozialen und kommunikativen Dynamiken im digitalen Raum (z. B. Online-Communities, Plattformkulturen, digitale Öffentlichkeiten).
    • Nachweis durch eine Referenz (Projektreferenzen, wissenschaftliche oder sonstige Veröffentlichungen, Tätigkeitsprofile der im Vorhaben eingesetzten Personen)
    • 6. Kompetenz in Medien, sozialen Medien und algorithmischen Medien.
    • Nachweis von Fachkenntnissen zur Funktionsweise und Analyse von Medienökosystemen, insbesondere sozialer Medien und algorithmisch kuratierter Informationsumgebungen (z. B. Plattformlogiken, Reichweitenmechanismen, algorithmische Empfehlungssysteme).
    • Nachweis durch eine Referenz (Projektreferenzen, wissenschaftliche oder sonstige Veröffentlichungen, Tätigkeitsprofile der im Vorhaben eingesetzten Personen)
    • Die eingereichten Referenzen dürfen nicht älter als sechs Jahre sein und können sowohl vom Auftragnehmer als auch von beteiligten Kooperationspartnerinnen und -partnern stammen. Darüber hinaus ist eine kurze Vorstellung der am Vorhaben beteiligten Institutionen und Personen erforderlich, einschließlich der jeweiligen Aufgaben im Forschungsvorhaben (möglichst unter Nennung der Bearbeiterinnen und Bearbeiter).
    • Die Zuverlässigkeit ist durch Unterzeichnung der beigefügten Eigenerklärung zu bestätigen.
    • Der Anbieter bestätigt mit Abgabe seines Angebotes, dass er über die erforderliche Leistungsfähigkeit verfügt, um das Vorhaben vertragsgemäß bearbeiten zu können.

Zuschlagskriterien

  • Die Zuschlagskriterien sind abschließend in der Leistungsbeschreibung benannt.

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