Problem/ Ausgangslage:
Die Aufrechterhaltung sicherer und nachhaltiger Verkehrsinfrastrukturen ist eine enorme Herausforderung. Die Resilienz, d.h. die Fähigkeit von Bauwerken, mit unvorhersehbaren Bedrohungen wie Naturkatastrophen, Unfällen und Cyberangriffen umzugehen, ist ein wichtiger Faktor für eine zuverlässige und sichere Verkehrsinfrastruktur. Angesichts begrenzter Möglichkeiten für den Ausbau neuer Verkehrssysteme wird die Modernisierung und Stärkung bestehender Infrastrukturen immer wichtiger. Das Projekt basiert auf FE 69.0005, in dem ein Tool entwickelt wurde, um Betreibern die Resilienzbewertung ihrer Bauwerke zu erleichtern. Bisher mussten Betreiber den Großteil der Informationen manuell eingeben. Das neue Konzept zielt darauf ab, ein Geographisches Informationssystem (GIS) für die Resilienzbewertung zu entwickeln, das Daten automatisch aus verschiedenen Quellen integriert und erweiterte Analysefunktionen bietet.
Ziel und Nutzen:
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines GIS-basierten Tools zur Resilienzbewertung von Infrastrukturbauwerken. Es wird ein Lastenheft erstellt, das die Integration des Tools in das Bundesinformationssystem Straße (BISStra) vorsieht. Das Tool wird automatisch Daten zu Kritikalität und Gefährdung anzeigen, die bisher manuell eingegeben wurden. Es ermöglicht die Simulation verschiedener Gefahrenszenarien und die Bewertung von Resilienzmaßnahmen. Die Oberfläche wird benutzerfreundlich gestaltet, um eine einfache Interpretation der Ergebnisse sicherzustellen. Die Integration mit BISStra ermöglicht die nahtlose Interaktion und den Datenaustausch. Das Tool wird den Standards des Arbeitskreises Straßenbauwerke (ASB) entsprechen und ASB-Richtlinien für Berechnungsmethoden und Bewertungsverfahren einhalten. Es soll die Möglichkeit bieten, Ergebnisse gemäß den ASB-Standards zu dokumentieren und zu präsentieren. Das Konzept ermöglicht eine zukünftige Integration von Schiene und Wasserstraße.
Die Implementierung für die Straße wird in Form eines Demonstrators dargestellt, der mit dem BISStra Web-Client kompatibel ist. Die Daten und Ergebnisse können mit BISStra ausgetauscht werden. Ein Rollenkonzept zur Definition von Nutzungs- und Zugriffsrechten wird entwickelt. Die Konzeption setzt auf freie und offene Umsetzung ohne proprietäre Software.
Das Ziel dieses Projekts ist es, die Resilienz von Verkehrsinfrastrukturbauwerken zu stärken und Betreibern ein effizientes Werkzeug zur Verfügung zu stellen, das auf automatisierte Datenintegration und erweiterte Analysefunktionen setzt.
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