Frist abgelaufen

Erschließung Kehrwiederplatz - Objektplanung Verkehrsanlagenplanung

Die Verkehrsfläche liegt an einer Kaimauer und wird zurzeit u.a. als Parkplatz genutzt wird. Im vorliegenden Verfahren wird diese Fläche als "Kehrwiederplatz" bezeichnet. Die Länge der wasserseitigen Kaimauer beträgt ca. 195 m. Die historische Kaikonstruktion wurde in den 1880er Jahren errichtet. In den 1960er Jahren erfolgte eine Sanierung, wobei eine Spundwandvorsetze und eine tiefgegründete Stahlbeton-Winkelstützwand hergestellt wurden. Die Speicherstadt ist von einem umfangreichen Straßennetz durchzogen. Die Straßen weisen dabei in weiten Teilen die ursprünglichen historischen Oberflächenbefestigungen und Quer-schnitte auf. In anderen Teilbereichen sind die Straßenflächen hingegen stark zergliedert, weisen unterschiedlichste Materialien hinsichtlich der Oberflächenbefestigung auf und sind funktional uneinheitlich aufgeteilt. Um der zukünftigen Entwicklung der Speicherstadt zu einem gemischt genutzten, innerstädtischen Quartier Rechnung zu tragen, sind die vorhandenen Straßen und Wege den neuen Nutzungsanforderungen und aktuellen Regelwerken ent-sprechend anzupassen und umzubauen. Dabei sind insbesondere die hohen gestalterischen Anforderungen aufgrund des zwischenzeitlich erlangten Weltkulturerbe-Status zu beachten. Die Gestaltung der Verkehrsanlagen soll den heutigen und zukünftigen Nutzungsansprüchen genügen, ohne den vorhandenen historischen Charakter zu verlieren. Dies gilt sowohl für die funktionale Aufteilung der Straßenräume als auch für die Gestaltung und für die verwendeten Materialien. Es sollen die heutigen Ansprüche an die Barrierefreiheit sowie an die derzeit gültigen Regelwerke der Verkehrsplanung umgesetzt werden. Weiterhin sollen bei der Verkehrsplanung die Nutzungsansprüche einer Vielzahl von verschiedenen Interessensgruppen (Stakeholder) innerhalb der Speicherstadt berücksichtigt werden. Unter den oben aufgeführten Randbedingungen wurde für die Hamburger Speicherstadt eine Funktionsplanung entwickelt, die die Grundlage für die weitere Planung der Verkehrsanlage Kehrwiederplatz bildet. Darüber hinaus sind die Materialien, die bei der Erschließung in den unterschiedlichen Flächen eingesetzt werden sollen sowie die Ausstattung vom Landschaftsarchitekten in einem Katalog grundlegend zusammengestellt worden. Diese Vorgaben sind bei der Planung zwingend zu beachten. Ein Landschaftsarchitekt wird als gestalterischer Berater bei der Planung der Verkehrsanlage im Auftrag des LIG begleitend tätig sein, die Planung ist eng mit dem gestalterischen Berater abzustimmen und Plangrundlagen sind auszutauschen. Im Rahmen der Planung soll als eine Variante geprüft werden, ob die Herstellung der Promenade, die zurzeit als BE-Fläche am Kehrwiederplatz genutzt wird, vorgezogen werden kann.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
12.03.24
Fragenfrist
04.04.24
Teilnahmefrist
11.04.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Hamburg, Deutschland
E-Mail
andrea.kuhlmann@rege-hamburg.de
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Telefon
04038088084
Freischalten
Website
https://www.rege.hamburg
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Zum Nachweis seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit hat der Bieter den durchschnittlichen Jahresumsatz der letzten drei Geschäftsjahre anzugeben. Als Mindestanforderung wird ein durchschnittlicher Jahresumsatz von 1,0 Mio. Euro festgelegt.

  • technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit: Zum Nachweis seiner technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit hat der Bieter die Anzahl der festangestellten Ingenieure/-innen in den vergangenen drei Kalenderjahren anzugeben. Als Mindestanforderung sind für jedes Kalenderjahr mind. 10 festangestellte Ingenieure nachzuweisen.

  • Referenzprojekte: Es werden grds. nur Referenzprojekte gewertet, deren Planung nach dem 01.11.2017 abgeschlossen wurde (Mindestanforderung). 1. Stufe: Vergleichbarkeit der Baukosten und der Bauaufgabe ("Qualität") Bei der Vergleichbarkeit der Referenzprojekte in Bezug auf die Baukosten (netto) können pro Referenzprojekt maximal 5 Punkte erreicht werden. Die Punkte werden wie folgt vergeben: 1) Baukosten größer/gleich EUR 1,0 mio. = 3 Punkte [Mindestanforderung] 2) Baukosten größer/gleich EUR 2,0 mio. = 4 Punkte 3) Baukosten größer/gleich EUR 4,0 mio. = 5 Punkte Bei der Vergleichbarkeit der Referenzprojekte in Bezug auf die Bauaufgabe können pro Referenzprojekt maximal 15 Punkte erreicht werden. Die Punkte werden für die Referenzprojekte wie folgt vergeben: Bei Planungsgemeinschaft o.ä. muss der Eigenanteil mind. 50% betragen 1) Die erbrachten Planungsleistungen umfassten Leistungsphase 1-3 einer innerstädtischen Straßenbaumaßnahme [Mindestanforderung] = 1 Punkt [Mindestanforderung] 2) Die erbrachten Planungsleistungen umfassten Leistungsphase 4 einer innerstädtischen Straßenbaumaßnahme = 3 Punkte 3) Die erbrachten Planungsleistungen umfassten Leistungsphase 5-7 einer innerstädtischen Straßenbaumaßnahme = 1 Punkt 4) Die erbrachten Planungsleistungen umfassten Leistungsphase 8 einer innerstädtischen Straßenbaumaßnahme = 2 Punkte 5) Die erbrachten Planungsleistungen liegen in einem historischen Umfeld = 3 Punkte 6) Die erbrachten Planungsleistungen umfassten die Überwachung einer innerstädtischen Straßenbaumaßnahme mit Pflasterbauweisen = 2 Punkte 7) Die erbrachten Planungsleistungen wurden in Hamburg genehmigt = 3 Punkte

Zuschlagskriterien

  • Angebotspreis: Für das Kriterium Angebotspreis kann eine Höchstpunktzahl von 40 Punkten erreicht werden. Der niedrigste Angebotspreis wird mit 40 Punkten bewertet. Die Punktzahlen der darauffolgenden Bieter ergeben sich aus den relativen Honorarunterschieden im Vergleich zum niedrigsten Angebot.

  • Kriterium Leistungskonzept: Für dieses Kriterium werden die Bieter aufgefordert, ein solches Konzept zu entwickeln, mit dem Erstangebot vorzulegen und im Verhandlungsgespräch vorzustellen. Die Bieter haben die Möglichkeit, das Leistungskonzept auf Grundlage der Erkenntnis des Verhandlungsgesprächs anzupassen. Das ggf. angepasste Konzept ist mit dem verbindlichen Angebot einzureichen.

  • Kriterium Personalkonzept: Für dieses Kriterium wird der Bieter aufgefordert, ein solches Konzept zu entwickeln, mit dem 1. Angebot vorzulegen und im Verhandlungsgespräch vorzustellen. In dem Verhandlungsgespräch sollen die einzelnen Personen (Leitungsebene), ihre Qualifikation und Erfahrungen vorgestellt und in dem Konzept diese Angaben in Form von Lebensläufen und Angaben zu Referenzprojekten dargestellt werden.

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Eignungskriterien156 KB16 Seiten
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