Die Auftraggeberin, Gasunie Deutschland Transport Services GmbH (GUD) mit Sitz in Hannover - ein Tochterunternehmen der N.V. Nederlandse Gasunie – betreibt ein ca. 4.600 km langes Gas-Fernleitungsnetz in Norddeutschland. Aufgrund seiner geographischen Lage übernimmt das insgesamt ca. 17.000 km lange Leitungsnetz der Gasunie in den Niederlanden und in Deutschland die Funktion einer Gasdrehscheibe für Nordwesteuropa und leistet einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Energieversorgung in Deutschland und Europa.
Das „Hyperlink-Projekt“ der GUD - zu dem die hier ausgeschriebene Energietransportleitung ETL187 von Achim nach Lehringen im Landkreis Verden zählt - ist ein wesentlicher Bestandteil zur Errichtung des von der Bundesnetzagentur genehmigten Wasserstoff-Kernnetzes in Deutschland. Hyperlink ist ein rund 1.000 Kilometer langes Wasserstoffnetz, dessen Fertigstellung und Betrieb in der direkten Verantwortung von GUD liegt. Indem es Deutschland mit den Wasserstoffaufkommen in den Niederlanden und Dänemark verbindet, verknüpft es Märkte und eröffnet den Transportkunden von GUD den verlässlichen Zugang zu klimaneutralen Energien. Damit leistet die GUD einen substanziellen Beitrag für die Sicherung des Industrie-Standortes Deutschland. Aufgrund seiner Bedeutung handelt es sich bei der ETL187 um ein nach IPCEI (Important Project of Common European Interest) gefördertes Projekt.
Der AG schreibt folgende Leistung als Vorhabenträger und Fernleitungsnetzbetreiber aus: Generalunternehmerbauleistungen für die Errichtung der Energietransportleitung ETL 187 von Achim nach Lehringen einschließlich Stationsbauten. Diese umfasst den Rohrleitungsbau (inkl. Schweiß- und Ummantelungsarbeiten) – wobei das Rohrleitungsmaterial zusammen mit allen zugehörigen weiteren „Long-Lead-Items“ vom AG beigestellt – sowie sämtliche erforderliche Erd- und Tiefbaumaßnahmen, die Errichtung von Sonderbauwerken / Querungen, Armaturenstationen, Wasserhaltung, eMSR und Rekultivierungsarbeiten. Ebenfalls im Auftragsumfang enthalten sind zulässige, bzw. vorab genehmigte bauvorbereitende Maßnahmen vor Planfeststellungsbeschluss und die Einholung eventuell erforderlicher Einzelgenehmigungen und die Finalisierung der Ausführungsplanung.
Die Beauftragung der Hauptbauleistungen nach Zuschlagserteilung steht unter einem Genehmigungsvorbehalt (Erhalt des Planfeststellungsbeschlusses).
Projektdetails:
Gesamttrassenlänge: ca. 38,2km (davon werden ca. 2,45 km im Rahmen eines anderen Projektes des AG‘s realisiert und müssen angeschlossen werden)
Breite Arbeitsstreifen: 42m
Leitungsdurchmesser: DN 1400, max. zulässiger Betriebsdruck: 84 bar
Bauverfahren: offene und geschlossene Verlegung.
Das Leitungsmaterial (Rohre aus hochfestem Stahl) wird durch den AG beigestellt und ist vom Auftragnehmer (AN) zu verbauen. Dem AN obliegt die sachgerechte Lagerung des beigestellten Materials auf den von ihm zu errichtenden 6 Rohrlagerplätzen sowie der Transport des Materials zum Installationsort.
Technische Besonderheiten: Herstellung von ca. 236 Feldbögen, zzgl. 31 Werksbögen und ca. 131 Sonderbauwerken zur Querung von Verkehrswegen, Fremdleitungen, Bahnanlagen oder Gewässern/Mooren in offener/geschlossener Bauweise, davon zwei mit einer Länge von jeweils über 600m im Microtunneling-Verfahren; Errichtung von Absperr-/Armaturenstationen mit Regelabstand 10-18 km; Kathodischer Schutz der Leitung und Anlagen vor Korrosion sowie Schutz vor unzulässiger induktiver Einkopplung durch Freileitungen oder Bahntrassen; Untertägig mitverlegtes Begleitkabel zum Zwecke des Datenaustauschs und der Anlagensteuerung.
Voraussichtliche Ausführungstermine:
- Kick-Off des AN mit dem AG: unmittelbar nach Bezuschlagung und Vertragsunterschrift (vorauss. Anfang März 2027)
- Start (bau)vorbereitende Maßnahmen, inkl. Onboarding / Mobilisierung vor Erhalt PLB: ca. Anfang Apr. 2027
- Start Hauptbauphase nach Erhalt PLB: ca. Ende August 2027
- Fertigstellung Kaltinbetriebnahme (Teilabnahme; pönalisierter Zieltermin): ca. Ende Juli 2028
- Heißinbetriebnahme durch den AG / SV-Abnahme: vorauss. 01.09.2028
- Abschluss Rekultivierungsarbeiten und finale Abnahme nach Übergabe der vollständigen Enddokumentation durch den GU: spätestens Juni 2029
Lose (1)
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