Frist abgelaufen

Architektenleistungen (Objektplanung) für den Neubau einer Kindertagesstätte im Ortsteil Piesbach in der Gemeinde Nalbach

Auftraggeber
Veröffentlicht
18.01.2024
Angebotsfrist
Die Gemeinde Nalbach beabsichtigt derzeit den Neubau einer Kindertagesstätte im Ortsteil Piesbach. Hierzu werden die Architektenleistungen (Objektplanung) gem. § 34 HOAI vergeben. Die Kindertagesstätte soll auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten, fast ebenen Fläche in Ortsrandlage (hinter Häuserzug parallel der Hauptstraße 1-9), errichtet werden. Das max. II-geschossige Gebäude soll für ca. 158 Kinder in 8 Kindergartengruppen (einschl. Krippenplätze) ausgelegt werden. Die Gemeinde Nalbach hat sich selbst zum Maßstab gesetzt, Null-Emissions-Gemeinde zu sein. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen hinsichtlich eines nachhaltigen Bauens in Planung und Ausführung, die an den Neubau mit ökologischen, ökonomischen und wirtschaftlichen, sowie soziokulturellen und funktionalen Aspekten, gestellt werden. Ein Bebauungsplan befindet sich im Aufstellungsverfahren. Im VgV-Verfahren selbst sind zur geplanten Kindertagesstätte Piesbach zu den Leistungen der Objektplanung- Architektur eine grobe Gedanken-/Ideenskizze mit einzureichen (im Rahmen der Zuschlagsphase), aus der eine mögliche Gebäudestellung, in Hinblick seiner Lage und Ausrichtung auf dem Grundstück selbst (hier, Schallschutz zur besteh. Bebauung der Hauptstraße 1 – 9), aufgezeigt werden sollte. Hinsichtlich des Zeitplans ist davon auszugehen, dass unmittelbar nach Auftragsvergabe mit den Planungsarbeiten begonnen werden muss. Geplant ist die Kindertagesstätte bis Mitte 2026 (Beginn Schuljahr 26/27) bezugsfertig herzustellen. Der genannte Wert von ca. 5.300.000,00 EUR netto ist die derzeit geschätzte Gesamtinvestitionssumme (KG 200-700 gem. DIN 276), inkl. Planungs-/Baunebenkosten, für den Neubau der Kindertagesstätte im Ortsteil Piesbach in der Gemeinde Nalbach. Die anrechenbaren Kosten der KG 300 + 400 belaufen sich voraussichtlich auf 3.545.000,00 EUR netto (grob geschätzt).
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
18.01.24
Teilnahmefrist
19.02.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Geschätzter Wert
5.300.000 €
Erfüllungsort
Nalbach, Deutschland
Vertragslaufzeit
36 Tage
E-Mail
info@nalbach.de
Freischalten
Telefon
0683890020
Freischalten
Website
https://www.nalbach.de
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten. Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift

    • Qualifikationsanforderungen gem. § 75 Abs. 2 VgV.: Bewerber mit Sitz in Deutschland: Vorlage eines Nachweises über die Eintragung in ein Berufsregister als Architekt (Kammermitgliedschaft, o.ä.)
    • Bewerber mit Sitz im Ausland müssen mit dem Teilnahmeantrag die Erlaubnis der Berufsausübung im Staat ihrer Niederlassung nachweisen, soweit hierfür eine im Anhang XI der Richtlinie 2014/24/EU des Europäischen Parlaments und des Rates aufgeführte Registereintragung einschlägig ist.
    • Bei Bewerbergemeinschaften gilt dies für jeden Mitbewerber.
  • Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen

    • : Die folgenden Nachweise/Eigenerklärungen sind mit der Bewerbung (Teilnahmeanträge) vollständig vorzulegen, bei Bewerbergemeinschaften (BG) jeweils von allen Mitgliedern der BG
    • Details, die bei den Angaben zu berücksichtigen sind, siehe in den auf subreport zur Verfügung gestellten Formblättern. Bei Bewerbergemeinschaften sind die Formblätter von den Mitbewerbern (einschließlich Nachunternehmern) ebenfalls auszufüllen. Ferner ist in diesem Fall eine Vollmachtserklärung für den Federführenden, eine Erklärung über die Rechtsform und die gesamtschuldnerische Haftung und eine Erklärung für das Vorhandensein einer Haftpflichtversicherung mit den geforderten Rahmenbedingungen für die Bewerbergemeinschaft/ARGE mit den Bewerbungsunterlagen vorzulegen.
    • 1) Allgemeine Angaben zum Bewerber/zur BG gemäß Formblatt
    • es wird darauf hingewiesen, dass Mehrfachbewerbungen einzelner Bewerber oder von Mitgliedern einer BG zum Ausschluss aller betroffenen Bewerbungen/Angebote führen können.
    • 2) Eigenerklärung, dass keine Personen im Zuständigkeitsbereich des Bewerbers tätig sind, die zum Ausschluss von Personen nach § 6 VgV führen.
    • 3) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 123 und § 124 GWB vorliegen.
    • 4) Eigenerklärung zu § 43 Abs. 1 VgV
    • namentliche Nennung der tatsächlichen Leistungserbringer im Auftragsfall, gegliedert in Projektleiter, Stellvertreter des Projektleiters, Bauleiter und Projektingenieure unter Angabe der von ihnen bearbeitenden Teilleistungen
    • für den im Auftragsfall verantwortlichen Projektleiter und seinen Stellvertreter ist mit der Bewerbung ein Nachweis der Befähigung für die vorliegende Aufgabenstellung (z. B. Kammernachweis, Diplom- oder Masterurkunde, o. ä.) vorzulegen.
    • 5) Angaben über die beabsichtigte Weitergabe des Auftrags oder eines Teils des Auftrags.
    • 6) Eigenerklärung des Bewerbers/der BG im Falle der Weiterbeauftragung die Leistungen der Leistungsphasen 5-9 zu erbringen.
    • 7) Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und fairen Löhnen für die Vergabe von öffentlichen Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträgen.
    • 8) Eigenerklärung zum BMWSB-Rundschreiben vom 14.04.2022 (Russland-Sanktionen).
  • Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien

    • : Die folgenden Angaben sind mit der Bewerbung (Teilnahmeanträge) vollständig vorzulegen, bei BG jeweils von allen Mitgliedern der BG bzw. Nachunternehmern.
    • 1) Eigenerklärung, dass aktuell keine Steuerschulden bestehen.
    • 2) Eigenerklärung zum Vorhandensein der erforderlichen Berufshaftpflichtversicherung in der Höhe mind. 1.500.000 EUR für Personenschäden, mind. 1.000.000 EUR für Sonstige Schäden. Sollte eine Versicherung in dieser Höhe nicht vorhanden sein, ist eine Eigenerklärung erforderlich, dass die Berufshaftpflicht im Auftragsfall auf die geforderten Höhen angehoben wird. Weitere (durch Eigenerklärung) nachzuweisende Voraussetzung: Jährliche Maximierung der Ersatzleistung muss mindestens das Zweifache der Versicherungssumme betragen. (Bei Bewerbergemeinschaften muss die Haftpflicht für die ARGE bzw. für ARGE-Leistungen vorgehalten werden).
    • Die auf subreport zur Verfügung gestellten Formblätter sind für die Angaben zu verwenden. Zum Zeitpunkt der Abgabe der Bewerbungen/Angebote ist es ausreichend, dass der Bewerber/die BG die beiden o.g. Eigenerklärungen ausgefüllt und unterschrieben einreicht. Im Auftragsfall hat der Bewerber/die BG dafür Sorge zu tragen, die entsprechenden Nachweise (Fremdnachweise) mit dem unterschriebenen Vertrag beim Auftraggeber vorzulegen.
  • Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien

    • : Zum Nachweis der techn. Leistungsfähigkeit sind Referenzen vom Bewerber/ der BG vorzulegen. Die Angaben zu den Referenzen sind in die zur Verfügung gestellten Formblätter (FB) einzutragen. Darüber hinaus gehendes Material (Planunterlagen, graphische Darstellungen, Broschüren, Referenzblätter, o. ä.) ist nicht erforderlich und wird nicht gewertet.
    • Grundsätzliche Voraussetzungen für die Wertbarkeit der Referenzen zu (R-1) bis (R-4):
    • - Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit der in den FB abgefragten Angaben,
    • - Bearbeitung mind. der Lph 2-4 und/oder mind. der Lph 5-8 gem. § 34 HOAI im Zeitraum von Januar 2014 bis zum Zeitpunkt der Bekanntmachung (Januar 2024) dieser Veröffentlichung, d. h. es müssen mind. die Lph 2-4 und/ oder mind. die Lph 5-8 vollständig in dem Zeitraum bearbeitet, d. h. begonnen und abgeschlossen worden sein.
    • -Anrechenbare Kosten des Referenzprojekts von mind. 1.500.000 EUR (KG 300 und 400 netto)
    • wenn das Projekt noch nicht abgeschlossen ist, gilt die aktuelle Kostenschätzung.
    • Die Nennung von mindestens 1 wertbaren Referenz zum Kriterium (R-1) ist Mindestvoraussetzung für die Teilnahme am Bewerbungsverfahren. Es dürfen grundsätzlich mehr Referenzen als erforderlich genannt werden, in diesem Fall ist in den Formblättern anzugeben, welche Referenzen zu den unter (R-1) bis (R-4) genannten Kriterien jeweils gewertet werden sollen. Die übrigen aufgeführten Referenzen gehen dann nicht in die Wertung ein. Eine Referenz, die z.B. für das Kriterium (R-1) benannt wird, kann auch für die Kriterien (R-2) bis (R-4) benannt werden, wenn diese Rahmenbedingungen auf sie zutreffen. Dies ist in diesem Fall explizit anzugeben. Bei Bewerbergemeinschaften ist zu den Referenzen anzugeben, welches Mitglied der BG diese bearbeitet hat. Außerdem ist bei den tatsächlichen Leistungserbringern die Bürozugehörigkeit zu benennen.
    • Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:
    • Die unter o.g. geforderten Nachweise u. Eigenerklärungen sind mit der Bewerbung im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs vorzulegen. Dabei sind die weiteren Rahmenbedingungen (z. B. zur Aktualität der Referenzen) für die Wertbarkeit von Referenzen zu allen Kriterien (R-1) bis (R-4) zu beachten. Die dazu formulierten Rahmenbedingungen sind bindend.
    • Für die Bewerbung sind die auf subreport zur Verfügung gestellten Formblätter zu verwenden. Die Bewerber mit den höchsten Bewertungszahlen werden ausgewählt und aufgefordert, am weiteren Verfahren (Zuschlagsphase) teilzunehmen. Sofern mehrere Bewerbungen die volle bzw. die höchste Punktzahl erreichen, entscheidet das Los, welche Bewerber zur weiteren Teilnahme am Verfahren aufgefordert werden.
    • Folgende Kriterien werden bei der Bewertung der Bewerbungen (Teilnahmewettbewerb) zugrunde gelegt:
    • Kriterium (R-1): Mindestanforderung, d.h. mind. 1 Referenz ist zu benennen:
    • Nachweis des Bewerbers über Erfahrungen mit vgl. Aufgabenstellungen, hier: Referenzen für den Neubau oder die Sanierung/den Umbau einer Betreuungseinrichtung für Kinder oder Jugendliche (z. B. Kindertagesstätte/Kindergarten, Kinder- oder Behindertenbetreuungseinrichtung oder Grundschule/ Grundschule mit Nachmittagsbetreuung, FGTS).
    • Zu erbringen ist mind. 1 wertbare Referenz, um am Bewerbungsverfahren teilnehmen zu können.
    • Gewertet werden max. 3 wertbare Referenzen mit jeweils 10 Punkten, wenn es sich bei der o.g. Maßnahme um einen Neubau handelt oder mit jeweils 5 Punkten, wenn es sich um eine Sanierungs- oder Umbaumaßnahme handelt.
    • Wertung zu (R-1): max. 30 Punkte möglich.
    • Kriterium (R-2): Nachweis des Bewerbers über Erfahrungen mit vgl. Aufgabenstellungen, hier: Referenzen für ein öffentliches oder privates Gebäude (Garagen, Carports, Nebengebäude, u.ä. werden nicht gewertet) für:
    • a) in Holzbauweise errichtete Gebäude
    • oder
    • b) in ähnlich ökologisch-hochwertiger Bauweise errichtete Gebäude wie a). Es ist nachvollziehbar darzulegen, in wie weit es sich bei Referenzen zu b) um eine ökologisch-hochwertige Bauweise handelt.
    • Für a) und b) können insgesamt max. 3 Referenzen gewertet werden. Je Referenz zu a) können 5 Punkte erzielt werden. Je Referenz zu b) können 3 Punkte erzielt werden.
    • Wertung zu (R-2): max. 15 Punkte möglich.
    • Kriterium (R-3): Nachweis des Bewerbers über Erfahrungen mit vgl. Aufgabenstellungen, hier Referenzen für Neubauten nach Kriterien des nachhaltigen und insbesondere ökologischen Bauens (z. B. in Passivbauweise.) Wertbar sind z. B. solche Referenzen, bei denen ein Gesamtkonzept zugrunde gelegt wurde, welches mind. die Bereiche Baukonstruktion/Baumaterialien, Energieerzeugung und Anlagentechnik unter ökologischen Aspekten berücksichtigt hat. Dies ist nachweislich (max. eine halbe DIN A4-Seite) dazulegen. (Nicht wertbar sind Gebäude bei denen den Aspekten der Nachhaltigkeit ausschließlich z. B. durch die Aufbringung einer entsprechenden Gebäudedämmung oder z. B. den Einbau einer thermischen Solaranlage o. ä. Rechnung getragen wurde).
    • Gewertet werden max. 2 wertbare Referenzen mit jeweils 4 Punkten.
    • Wertung zu (R-3): max. 8 Punkte möglich.
    • Kriterium (R-4): Erfahrungen mit der Planung und Realisierung von Projekten für öffentliche Auftraggeber.
    • Gewertet werden max. 2 wertbare Referenzen mit jeweils 1 Punkt.
    • Wertung zu (R-4): max. 2 Punkte möglich.
    • Insgesamt können maximal 55 Punkte erreicht werden.

Zuschlagskriterien

  • Vorstellungen des Bieters zur Herangehensweise an das spezifische Projekt und an die Aufgabenstellung im Auftragsfall, Vorstellungen zum Umgang mit der speziellen Planungsaufgabe, insbes. vor dem Hintergrund der groben Gedanken-/Ideenskizze des Bieters, aus der eine mögliche Gebäudestellung, in Hinblick seiner Lage und Ausrichtung auf dem Grundstück selbst (hier, Schallschutz zur besteh. Bebauung der Hauptstraße 1 – 9), aufgezeigt werden sollte

    • Vorstellungen des Bieters zur Projektorganisation und zum Umgang mit den anderen am Projekt beteiligten Akteuren (Fachplaner, Firmen, Auftraggeber, Nutzer, etc.)
    • interne/externe Organisation und Kommunikation (z.B. Organisation der Baustelle, Organisation der Besprechungen mit dem Auftraggeber und den weiteren Fachplanern, Vor-Ort-Präsenz, usw.)
    • Dokumentation
  • Personelle Besetzung: Projektleiter, Stellvertreter, Bauleiter und deren Eindruck in der persönlichen Präsentation, Personaleinsatzplan

  • Überlegungen und Maßnahmen zu nachhaltigen (Null-Emissions-Gemeinde) Anforderungen des konkreten Projektes, insbesondere Überlegungen und Aussagen des Bieters zu ökologischen, ökonomischen und wirtschaftlichen sowie soziokulturellen und funktionalen Aspekten, sowie Vorstellungen des Bieters zu Maßnahmen und Instrumenten zur Kosten- und Termineinhaltung im Auftragsfall

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