Als eines von 19 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft beschäftigt das HZB rund 1.100 Mitarbeiter - davon zirka 800 in Berlin-Wannsee und 300 in Berlin-Adlershof – und verfügt über einen Gesamthaushalt von zirka 110 Millionen Euro. Das HZB arbeitet eng mit den Universitäten und Fachhochschulen in Berlin-Brandenburg zusammen.
Das HZB betreibt zwei weitere Großgeräte für externe Institutionen: für die Charité – Universitätsmedizin Berlin einen Beschleuniger, mit dem Protonenstrahlen für die Augentumortherapie erzeugt werden (in Wannsee) und die Metrology Light Source, einen optimierten Speicherring für die Physikalisch-Technische-Bundesanstalt (in Adlershof).
Die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung ist eine zentrale, drängende Fragestellung dieses Jahrzehnts. Die Forschung steht vor der Herausforderung, zukunftsfähige Ansätze für die Lösung der Energiefrage zu entwickeln.
Die Aktivitäten in der Abteilung Protonentherapie sind auf den leistungsgerechten und zuverlässigen Betrieb der Beschleunigeranlage in Berlin Wannsee (Lise-Meitner-Campus) ausgerichtet.
Das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und die Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin führen seit Juni 1998 gemeinsam die Protonentherapie von Augentumoren durch. Für Deutschland ist die Anlage am HZB einmalig. Mehr als 4.400 Patienten aus ganz Deutschland und den Nachbarländern wurden bislang am HZB behandelt. Der Erfolg spricht für sich: In mehr als 96% der Fälle lässt sich der Tumor vollkommen zerstören. Zumeist wird damit nicht nur das Auge, sondern auch die Sehkraft in einem befriedigenden Maß erhalten.
Gesucht wird eine Röntgenanlage zur Positionierung der Patienten für die Augentumortherapie. Dazu müssen simultan in zwei Ebenen Röntgenbilder (axial und lateral) vom Auge des Patienten erstellt und der Positionierungssoftware zur Verfügung gestellt werden. Auf Basis dieser Bilder wird der Patient für die Protonenbestrahlung positioniert. Die dazu verwendeten Komponenten sollten eine Zertifizierung als Medizinprodukt vorweisen.
Seit 1996 sind zwei modifizierte C-Bögen vom Typ Exposcop 7000 (Ziehm-Imaging, Erlangen, Deutschland) installiert. Die Modifikation umfasst eine veränderte Aufhängung (Verzicht auf C-Arm, Röhre und Detektor sind an Deckenstativen befestigt, Fokus-Detektor-Abstand wurde vergrößert), eine veränderte Ansteuerung (nur Einzelbildaufnahme, keine gepulste Durchleuchtung, keine Fluoroskopie), Steuerungs-Hardware vom C-Bogen getrennt und für beide Achsen in einem Modul zusammengeführt. Die mit diesem System gemachten Aufnahmen werden auf zwei Befundungsmonitoren (je einer für axial und lateral) dargestellt. Diese Bilder können mittels einer Bilderfassungskarte ins das HZB eigene Positionierungssystem übertragen werden. Das aktuelle System ist über 25 Jahre alt, einige Komponenten sind bereits abgekündigt. Von daher muss das System ersetzt werden.
Mit dieser Beschaffung soll am HZB die Röntgenanlage modernisiert/ersetzt werden, so dass die Augentumortherapie unverändert unter Berücksichtigung der aktuellen Strahlenschutzgesetzgebung und der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) fortgeführt werden kann. Eine Schnittstelle zum am HZB verwendeten Patientenpositionierungssystem (Treat) muss gegeben sein.
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